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Politik

Trump wird am Ginsburg-Sarg ausgebuht

Der Leichnam von Richterin Ruth Ginsburg wurde am Supreme Court aufgebahrt. Der US-Präsident kam auch und wurde mit den Worten "Wählt ihn ab!" ausgebuht.

Donald und Melania Trump stehen vor dem Supreme Court neben einem mit der US-Flagge umhüllten Sarg, in dem die am 18.09.2020 gestorbene Juristin Ginsburg aufgebahrt ist.
Donald und Melania Trump stehen vor dem Supreme Court neben einem mit der US-Flagge umhüllten Sarg, in dem die am 18.09.2020 gestorbene Juristin Ginsburg aufgebahrt ist. © AP

Washington. US-Präsident Donald Trump ist am Sarg der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten US-Gericht ausgebuht worden. "Wählt ihn ab!", skandierte eine Gruppe von Leuten, die sich am Donnerstag vor dem Supreme Court versammelt hatte. Anwesende Reporter berichteten, dass auch die Worte "Würdige ihren Wunsch!" gerufen wurden. Trump und First Lady Melania verweilten einen Moment lang vor dem Sarg. Beide trugen Schutzmasken.

Die linksliberale Juristin Ginsburg war am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Ihr Leichnam wurde am Mittwoch und Donnerstag am Supreme Court aufgebahrt, zahlreiche Menschen nahmen Abschied von der beliebten Juristin. Am Mittwoch hatten unter anderem der frühere US-Präsident Bill Clinton und Ehefrau Hillary der Richterin ihren Respekt gezollt.

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Um die Nachbesetzung des freigewordenen Postens im einflussreichen Gericht ist zwischen Republikanern und Demokraten wenige Wochen vor der US-Wahl am 3. November ein erbitterter Streit entbrannt. Trump will am Samstag eine Kandidatin für die Nachfolge nominieren. Die Demokraten fordern, dass Ginsburgs Posten im einflussreichen Gericht vom Sieger der Präsidentenwahl besetzt wird. Das war nach Angaben ihrer Enkelin Clara Spera auch Ginsburgs letzter Wunsch.

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In einer neuen Umfrage des Senders CNN sprachen sich 59 Prozent der Befragten dafür aus, dass der Wahlsieger einen Nachfolger für Ginsburgs Posten benennen soll. 41 Prozent unterstützen demnach das Vorhaben Trumps, einen Kandidaten jetzt zu benennen. (dpa)

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