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Politik

Klimawandel und soziale Spaltung sind größte Risiken

Laut einem WEF-Bericht gehören der Klimawandel und soziale Gräben zu den größten Risiken 2022. Internationale Zusammenarbeit soll Teil der Lösung sein.

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Flammen des Caldor-Feuers wüten an einem Hang über dem Christmas Valley. Der Klimawandel gehört mit zu den größten Risiken 2022.
Flammen des Caldor-Feuers wüten an einem Hang über dem Christmas Valley. Der Klimawandel gehört mit zu den größten Risiken 2022. © AP

Cologny. Der Klimawandel und soziale Gräben in der Gesellschaft gehören nach einem Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zu den größten Risiken, denen die Weltbevölkerung ausgesetzt ist.

In dem Bericht über globale Risiken 2022 hat die Stiftung aus Cologny bei Genf mehr als 1000 Meinungsführerinnen- und -führern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft befragt. Rund 84 Prozent blickten besorgt in die Zukunft, wie das WEF am Dienstag berichtete. Nur elf Prozent rechneten bis 2024 mit einem beschleunigten wirtschaftlichen Aufschwung.

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Internationale Zusammenarbeit wichtig

"Unser Planet steht in Brand, und wir müssen uns darum kümmern", sagte WEF-Präsident Børge Brende. Die Lösung für alle Probleme, nach Überzeugung der Befragten: mehr internationale Zusammenarbeit. "Wir brauchen globale Lösungen in dieser zerrissenen Welt", so Brende.

Besorgniserregend fänden die Befragten vor allem drei Themenbereiche, sagte WEF-Direktorin Saadia Zahidi: dass der soziale Zusammenhalt weiter bröckele, dass immer mehr Menschen in Existenzkrisen rutschten und die Tatsache, dass Maßnahmen gegen den Klimawandel nicht schnell genug vorankämen.

Als zehn größte Risiken nannten sie zusätzlich extreme Wetterereignisse, den Verlust der Artenvielfalt, Infektionskrankheiten, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit, eine Schuldenkrise und geowirtschaftliche Konfrontationen.

Auch Cyberkriminalität als Risikofaktor

Krisen durch Mangel an Nahrung und Arbeitsplätzen wegen des Klimawandels oder Konflikten führten zu mehr Migration, heißt es in dem Bericht. Arbeit jenseits der eigenen Grenzen zu suchen sei eine Chance sowohl für die Heimat als auch für die Gastländer von Migranten. Doch bauten Zielländer immer größere Hürden auf. In der Pandemie hätten sich mehr Länder stärker auf nationale Interessen beschränkt.

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Kurzfristig gilt nach der Erhebung unter anderem auch Cyberkriminalität als Risikofaktor. Nach Angaben des WEF haben Angriffe mit Schadsoftware, um Unternehmen oder Behörden zu erpressen, im Jahr 2020 um 435 Prozent zugenommen und es fehlten weltweit drei Millionen Cyberspezialisten. 95 Prozent der Cybersicherheitsprobleme sei auf menschliche Fehler zurückzuführen. (dpa)

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