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Deutschland & Welt

Razzien gegen Muslimbruderschaft

In Österreich haben die Behörden über 60 Durchsuchungen gegen eine Bruderschaft durchgeführt. Bei den Mitgliedern handelt es sich um mutmaßliche Islamisten.

Die Polizei in Österreich hat Razzien gegen eine Muslimbruderschaft durchgeführt.
Die Polizei in Österreich hat Razzien gegen eine Muslimbruderschaft durchgeführt. © Ronald Zak/AP/dpa (Symbolbild)

Graz/Wien.  Österreichische Behörden haben am Montag Razzien gegen mutmaßliche radikale Islamisten durchgeführt. Die Durchsuchungen richteten sich gegen Personen und Vereine, die die Muslimbruderschaft und die Palästinenserorganisation Hamas unterstützen sollen und stünden nicht im Zusammenhang mit dem islamistischen Terroranschlag vor einer Woche in Wien, wie die Staatsanwaltschaft Graz mitteilte. Die Ermittlungen gegen mehr als 70 Beschuldigte und mehrere Vereine liefen seit über einem Jahr.

Schlag gegen „Wurzeln des politischen Islams“

Polizisten durchsuchten am Morgen mehr als 60 Wohnungen, Wohnhäuser und Geschäfts- und Vereinsräume in Wien und den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Niederösterreich. 30 Menschen sollten sofort vernommen werden. Ermittelt wird wegen Verdachts der terroristischen Vereinigung, der Terrorismusfinanzierung, der staatsfeindlichen Verbindungen, der kriminellen Organisation und der Geldwäsche.

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„Nach den bisherigen Ermittlungen handelt es sich bei der Muslimbruderschaft um eine weltweit agierende, radikal-islamistische, massiv judenfeindliche Vereinigung, deren Hauptziel es ist, in allen Ländern der Erde einen islamischen Staat (Kalifat) auf Grundlage islamischen Rechts (Scharia) einzuführen“, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Muslimbruderschaft trete in Europa mit der Behauptung des Gewaltverzichts auf, unterhalte aber Kontakt zu terroristischen Vereinigungen.

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Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) nannte die Aktion am Morgen einen Schlag gegen die „Wurzeln des politischen Islams“. Er wollte sich am Vormittag in einer Pressekonferenz äußern. Die österreichischen Sicherheitsbehörden stehen nach dem Terroranschlag vom vergangenen Montag mit vier Todesopfern und mehr als 20 Verletzten wegen möglicher Ermittlungsfehler im Vorfeld in der Kritik. (dpa)

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