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Deutschland & Welt

Rechte Terrorzelle "Gruppe S.": Elf Anklagen

Die Gruppe war größer als gedacht. Daher stehen bald mehr Mitglieder vor Gericht als kurz nach der Razzia gedacht. Die Männer wollten bürgerkriegsähnliche Zustände.

In Stuttgart soll gegen Mitglieder der "Gruppe S." verhandelt werden.
In Stuttgart soll gegen Mitglieder der "Gruppe S." verhandelt werden. © Symbolbild: Armin Weigel/dpa

Karlsruhe. Die im Februar aufgeflogene rechtsextreme Terrorzelle "Gruppe S." war größer und fester organisiert als ursprünglich gedacht. Die Bundesanwaltschaft, die nun Anklage erhoben hat, wirft inzwischen elf Männern die Mitgliedschaft vor und führt nur noch einen Angeklagten als Helfer, wie die Karlsruher Behörde am Freitag mitteilte. Bei den Festnahmen bei bundesweiten Razzien am 14. Februar hatten die Ermittler noch fünf Männer zum Kern der Gruppe gezählt und acht nur finanzielle Unterstützung vorgeworfen.

Die Gruppe soll Angriffe auf Moscheen mit möglichst vielen Toten und Verletzten erwogen haben, um bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen. Zwei der Männer, Werner S. (54) aus dem Raum Augsburg und Tony E. (40) aus dem niedersächsischen Landkreis Uelzen, sind als Rädelsführer angeklagt. Sie und sechs weitere Angeklagte sollen bei einem Gründungstreffen auf einem Grillplatz in Alfdorf in Baden-Württemberg im September 2019 dabei gewesen sein. Der Prozess soll am Oberlandesgericht Stuttgart stattfinden. (dpa)

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