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Keine Wahl wie je zuvor

Am Dienstag wird in den USA der Präsident gewählt. Der 3. November ist ein Referendum über den Trumpismus, sagt unser Autor. Ein Kommentar.

Donald Trump (l), Präsident der USA, und Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, bei ihrem letzten TV-Duell.
Donald Trump (l), Präsident der USA, und Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, bei ihrem letzten TV-Duell. © dpa

Von Thomas Spang

Eine außer Kontrolle geratene Pandemie mit täglich mehr als tausend Toten, die Sorge um Gewalt in einer tief gespaltenen Gesellschaft und ein Amtsinhaber, der sich nicht auf einen friedlichen Machtwechsel festlegt – dies sind keine normalen Zeiten, kein normaler Präsident und keine normalen Wahlen.

Bei diesen Wahlen geht es um mehr als Programme. Dieser 3. November ist ein Referendum über den Trumpismus, der amerikanische Werte pervertiert hat. Für Europa steht die Nato und das transatlantische Verhältnis auf dem Spiel, das der Amtsinhaber zerrüttet hat.

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Orwellisch mutet die Umdeutung der Fakten, das methodische Lügen des Präsidenten und dessen Angriffe auf die Medien an. Unamerikanisch ist sein Hofieren von Autokraten, die Unterminierung demokratischer Institutionen, die Kriminalisierung politischer Gegner, die Hetze gegen Minderheiten und der offene Rassismus. Gefährlich ist, wie er vorhandene Gräben in der Gesellschaft vertieft und Gewalt schürt.

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Die Pandemie hat den Blick der Amerikaner für die Defizite des Präsidenten geschärft. Mit der totalen Kapitulation vor der Covid-19-Pandemie versagte Trump bei der Erfüllung seiner vordersten Pflicht: für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Die Alternative könnte an diesem 3. November nicht klarer sein.

Vielleicht nutzen die Wähler die Chance, als Nation zu gesunden: von Covid-19 und dem Trumpismus.

E-Mail an Thomas Spang

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