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Politik

KSK will Vertrauen der Politik zurück

Munition und Ausrüstung soll durch scharfe Kontrollen und etwas Transparenz beim Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr nicht mehr verschwinden.

Mitglieder des Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr tragen eine Munitionskiste aus einem Munitionslager.
Mitglieder des Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr tragen eine Munitionskiste aus einem Munitionslager. © Marijan Murat/dpa

Calw. Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr hat seine Verfahren zur Kontrolle von Munition und Ausrüstungsbeständen verschärft und will nach den Skandalen der vergangenen Jahre ein neues Kapitel aufschlagen. "Die politische Entwicklung wird hier sehr genau verfolgt", sagte der Chef des Stabes der Deutschen Presse-Agentur. "Der Verband will das Vertrauen der Politik haben. Wir sind ein Instrument der Politik."

"Ich mag den Begriff Schlamperei nicht. Hier sind Soldaten ihren Dienstpflichten nicht nachgekommen", sagte er. "Wir fahren jetzt die Linie, dass wir uns an die Bundeswehrregeln halten. Wenn es schnell gehen muss, kann man diese Verfahren begründet auch entsprechend beschleunigen."

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Der Oberstleutnant betonte, dass der Verband auf dem Boden der Verfassung stehe. "Das ist ein nicht diskriminierender Verband. Es geht hier um Performance. Es geht um die Einsatzbereitschaft. Deshalb streben viele in das Kommando Spezialkräfte", sagte er.

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Das Kommando Spezialkräfte wolle, wo nicht Geheimhaltung dagegen stehe, für mehr Transparenz und Öffentlichkeit sorgen. Öffentliche Kritik an den Reformen für ein "KSK der Zukunft" komme teils von Männern, die den Verband verlassen hätten. "Viele, die kommunizieren, sind lange raus und tun so, als ob sie für das heutige KSK sprechen. Einige sind auch noch vernetzt und bekommen Informationen von denen, die sich Luft machen wollen", sagte er. (dpa)

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