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Politik

Mehr Schutz für ehemaligen Grenzstreifen

Bund und Anrainerländer wollen die Natur an der frühere innerdeutschen Grenze nun dauerhaft schützen. Das Grüne Band soll Nationalmonument werden.

Wanderer laufen am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen bei Teistungen in Thüringen entlang.
Wanderer laufen am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen bei Teistungen in Thüringen entlang. © Arne Immanuel Bänsch/dpa

Berlin. 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung haben sich die Bundesregierung und neun Bundesländer für den dauerhaften Schutz des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens ausgesprochen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze zog an Montag in Berlin eine positive Bilanz für den Naturschutz in Deutschland seit 1990. "Einer der herausragenden Naturschätze, die uns die friedliche Revolution geschenkt hat, ist das Grüne Band auf dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen", teilte die SPD-Politikerin mit. Sie und die Anrainer-Bundesländer seien sich einig, dass dieser Biotop-Verbund den Rang eines Nationalen Naturmonuments verdient habe.

Die neun Anrainerländer erklärten ihre Absicht, "das Grüne Band im Dialog mit den Akteuren vor Ort vollständig hoheitlich zu sichern", wie es in einer gemeinsamen Erklärung hieß. Ziel sei, das Grüne Band als Nationales Naturmonument auszuweisen und dafür noch 2020 die ersten Schritte einzuleiten. Beteiligt sind Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Thüringen und Sachsen-Anhalt seien vorangegangen und hätten ihre Anteile am Grünen Band bereits einem einheitlichen Schutz unterstellt, teilte das Bundesumweltministerium mit.

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1990 hatte die letzte DDR-Regierung viele Gebiete wie Freiflächen an der Grenze, ehemalige Truppenübungsplätze oder Jagdreviere unter Schutz gestellt - "in letzter Sekunde", wie Schulze sagte. "Damit wurde das Fundament für die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes im vereinten Deutschland gelegt." Das habe den Anstoß gegeben, viele weitere wertvolle Flächen in Gesamtdeutschland unter Schutz zu stellen. Heute gebe es in Deutschland 138 Großschutzgebiete, etwa ein Drittel der gesamten deutschen Landesfläche stehe unter Schutz. 

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