merken
Politik

Ministerium: Keine Kalaschnikow gestohlen

Ist eine bei einem Attentat in Paris benutzte Waffe zuvor beim Schweriner Verfassungsschutz verschwunden? Das Ministerium dementiert vehement.

Solche eine Kalaschnikow AK 47 soll beim Mecklenburger Verfassungsschutz verschwunden sein.
Solche eine Kalaschnikow AK 47 soll beim Mecklenburger Verfassungsschutz verschwunden sein. © Arne Immanuel Bänsch/dpa (Symbolbild)

Schwerin/Berlin. Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern hat Medienberichte dementiert, wonach beim Verfassungsschutz des Landes möglicherweise eine Kalaschnikow verschwunden ist und später bei einem islamistischen Attentat in Paris benutzt worden sein soll. Der Verfassungsschutz Mecklenburg-Vorpommern sei nicht bewaffnet, und es würden beim Verfassungsschutz auch keine Waffen gelagert, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. "Demzufolge ist auch keine Kalaschnikow AK 47 beim Verfassungsschutz verschwunden."

Berichtet hatten der NDR und die "Schweriner Volkszeitung". Sie verwiesen auf entsprechende Fragen, die der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Friedriszik an das Ministerium gerichtet habe. Der Verfassungsschutz ist in Mecklenburg-Vorpommern eine Abteilung des Innenministeriums.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote der Region
Aktuelle Stellenangebote der Region

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Job und wollen in der Region bleiben? Diese Top Unternehmen der Region Löbau-Zittau bieten attraktive freie Stellen an.

Der Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt 2016 geht den Hinweisen auf die angeblich verschwundene Waffe nach. Ein früherer Mitarbeiter des Verfassungsschutzes von Mecklenburg-Vorpommern soll am Donnerstag in nicht-öffentlichen Sitzung des Gremiums gesagt haben, er könne zu Berichten über die verschwundene Waffe Auskunft geben - allerdings nur in einer geheimen Sitzung. Das berichteten mehrere Teilnehmer der Sitzung. Im Innenausschuss des Schweriner Landtags soll das Thema an diesem Freitag besprochen werden.

Der Attentäter Anis Amri hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin einen Lastwagenfahrer erschossen. Der tunesische Islamist raste mit dem Lastwagen über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, wo er elf Menschen tötete. (dpa)

Mehr zum Thema Politik