merken
Politik

AfD-Jugendchef drohen Konsequenzen

Marvin Neumann soll vom Parteivorstand der AfD zu seinen Äußerungen in sozialen Netzwerken befragt werden. Lange ist er noch nicht im Amt.

Die AfD muss sich einmal mehr mit Äußerungen ihrer Mitglieder befassen.
Die AfD muss sich einmal mehr mit Äußerungen ihrer Mitglieder befassen. © Symbolfoto: dpa

Berlin. Der frisch gewählte Vorsitzende der Jungen Alternative, Marvin Neumann, soll am kommenden Montag dem AfD-Parteivorstand zu früheren Äußerungen in sozialen Medien Rede und Antwort stehen. Wie ein Bundesvorstandsmitglied am Freitag auf Anfrage mitteilte, will die Parteispitze gleich im Anschluss an die Befragung über mögliche Ordnungsmaßnahmen gegen den Co-Vorsitzenden der AfD-Nachwuchsorganisation entscheiden.

In einem internen Schreiben der parteiinternen Arbeitsgemeinschaft Verfassungsschutz wird unter anderem ein Tweet angeführt, in dem es heißt: "Es gibt keine "Schwarze(n) Deutsche(n) und Europäer". Sie sind bestenfalls Teil der Gesellschaft und besitzen bestimmte Staatsbürgerschaften, aber sie sind nicht Teil einer tradierten authentischen "europäische(n) Identität"".

Anzeige
Roboter lernen das Streicheln
Roboter lernen das Streicheln

Eine neue Art des Internets ermöglicht künftig, dass wir Neues ganz anders lernen als bisher. Wie das geht, wird am Exzellenzcluster CeTI erprobt.

Die Arbeitsgemeinschaft rät dem Parteivorstand, Neumann zum Rücktritt aufzufordern und ihm die Mitgliedsrechte zu entziehen. Andernfalls drohe eventuell eine Beobachtung der JA als erwiesen extremistische Bestrebung durch den Verfassungsschutz.

Weiterführende Artikel

NPD macht Wahlkampf für die AfD

NPD macht Wahlkampf für die AfD

Die NPD ruft in Thüringen zur Wahl der AfD auf. Die rechtsextreme Partei beruft sich dabei auf den Parteitag in Dresden.

Warum laufen der AfD die Leute weg, Herr Urban?

Warum laufen der AfD die Leute weg, Herr Urban?

Sachsens AfD-Chef Jörg Urban zu Fraktionsaustritten, internem Streit, Kritik an seiner Person und dem Einfluss von Björn Höcke.

Sachsens AfD reagiert auf Parteiaustritte

Sachsens AfD reagiert auf Parteiaustritte

AfD-Generalsekretär Zwerg hält die Austritte zweier Landtagsabgeordneter für "konsequent". Ihre Vorwürfe bezeichnet er als "haltlos".

Der Brandenburger Neumann und Carlo Clemens aus Nordrhein-Westfalen waren am 18. April zu gleichberechtigten Co-Vorsitzenden der Jungen Alternative (JA) gewählt worden. Neumann hatte der Zeitung "Junge Freiheit" kurz vor der Wahl gesagt: "Ich sehe mich als Vertreter der Neuen Rechten in der JA, im parteiinternen Diskurs als Befürworter des Solidarischen Patriotismus."

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die Junge Alternative Anfang 2019 als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuft. (dpa)

Mehr zum Thema Politik