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Politik

Sachsen-AfD befürwortet Lüths Kündigung

Landeschef Urban meint nach dem Rauswurf des Bundessprechers, dass es in der Partei keinen Platz für extremistische Haltungen gäbe.

Der damalige AfD-Sprecher Christian Lüth - hier 2019 mit Alexander Gauland
Der damalige AfD-Sprecher Christian Lüth - hier 2019 mit Alexander Gauland © Archivbild: dpa/Kay Nietfeld

Dresden. Sachsens AfD-Landes- und Fraktionschef Jörg Urban begrüßt die Trennung von Christian Lüth. Für extremistische Haltungen gebe es in der Partei keinen Platz, sagte Urban auf Anfrage bei der turnusmäßigen Pressekonferenz vor den Landtagssitzungen am Dienstag in Dresden.

Nach Medienrecherchen hat Lüth bei einem vermeintlich vertraulichen Gespräch Gewalt gegen Migranten befürwortet und dabei von „erschießen“ und „vergasen“ geredet. Lüth war damals, Anfang 2020, Sprecher der Bundestagsfraktion. Später wurde er wegen anderer umstrittener Äußerungen beurlaubt.

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Christian Lüth soll Gewalt gegen Migranten befürwortet haben. Das ist derzeit nicht das einzige Problem für die Parteispitze.

Am Montag kündigte der Vorstand der AfD-Bundestagsfraktion Lüth. Zuvor waren die jüngsten Vorwürfe bekannt geworden. Pro Sieben hatte ein Gespräch einer Bloggerin mit einem Mann in einer Berliner bar verdeckt gefilmt, bei dem es sich nach Recherchen der Zeit um Lüth handeln soll. Pro Sieben nennt aus rechtlichen Gründen keinen Namen. Bei dem Gespräch fiel demnach auch der Lüth zugeordnete Satz: „Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“  (SZ/ale)

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