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Sachsen
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Grüne Ministerin spricht von Schicksalswahl

Sachsens Bündnisgrüne stellen ihre Kampagne zur Landtagswahl vor. Auch nach den jüngsten Verlusten sehen sie sich als Garant für stabile Mehrheiten.

Von Thilo Alexe
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Ministerin Katja Meier zählt zum Dreierteam, das die Grünen erneut in den Landtag bringen soll.
Ministerin Katja Meier zählt zum Dreierteam, das die Grünen erneut in den Landtag bringen soll. © SZ/Veit Hengst

„Keiner hat behauptet, dass es einfach wird“, heißt der per Beamer an die Wand geworfene Satz. Dann folgt: „Jetzt nicht aufgeben.“ Und: „Demokratie in Sachsen verteidigen.“ Mit diesen und anderen Slogans wollen die Grünen in den sozialen Medien um Stimmen werben – parallel zur klassischen Plakatkampagne, die der Landesverband am Montag in Dresden präsentierte.

Nach den Verlusten bei der Europawahl am vergangenen Wochenende manövriert die Ökopartei durch noch schwereres Fahrwasser. Die jüngsten Umfragen verorten sie bei Werten zwischen fünf und sieben Prozent. Die Grünen sehen sich selbst als Garant für Stabilität. Spitzenkandidatin Katja Meier sprach von einer Schicksalswahl. Es gehe Anfang September darum, ob es demokratische Mehrheiten gebe, fügte die Justizministerin hinzu.

Ko-Spitzenkandidat und Vizeregierungschef Wolfram Günther betonte, trotz der Absage von Ministerpräsident Michael Kretschmer an eine Neuauflage der Koalition werde man sich nicht an der CDU abarbeiten. Fraktionschefin Franziska Schubert, die dritte im Spitzenkandidatenteam, betonte mit Blick auf die Stärke der AfD: „Sachsen kann mehr als blau sein.“

Katja Meier während der Kampagnen-Präsentation für die Landtagswahl 2024
Katja Meier während der Kampagnen-Präsentation für die Landtagswahl 2024 © dpa/Sebastian Kahnert

Zuversicht und Demokratie verteidigen – diese Vokabeln tauchen auf den Plakaten der sächsischen Grünen auf. Die Partei will sich nicht nur auf Geleistetes wie den Ausbau erneuerbarer Energien und ein Gleichstellungsgesetz verweisen. Sie will sich als progressiver Macher in der demokratischen Mitte zeigen. „Wir schaffen Halt durch Veränderung“, sagte Landeschefin Marie Müser.

Mehr als eine Million Euro investiert die Partei in den Wahlkampf. Die Kampagne wurde von der Agentur Ressourcenmangel kreiert. Viel Aufmerksamkeit soll zudem auf den Wahlkampf in Dresden und Leipzig gelegt werden, wo die Partei 2019 drei Direktmandate geholt hatte.