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Politik

Habeck bereut Twitter-Rückzug nicht

Robert Habeck bezeichnete seinen Rückzug vom sozialen Netzwerk Twitter als „weise Entscheidung". Und er plant keine Rückkehr auf die Plattform.

Hintergrund von Habecks Twitter-Rückzug Anfang 2019 war Ärger um Wahlkampf-Tweets und Datendiebstahl.
Hintergrund von Habecks Twitter-Rückzug Anfang 2019 war Ärger um Wahlkampf-Tweets und Datendiebstahl. © Kay Nietfeld/dpa

Berlin. Grünen-Chef Robert Habeck hat seine Entscheidung verteidigt, nach seinem Twitter-Rückzug vor zwei Jahren nicht zu dem sozialen Netzwerk zurückgekehrt zu sein.

„Das war eine der weisesten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe, da rauszugehen“, sagte Habeck in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ am Dienstagabend. Das solle auch so bleiben. „Es ist ein freies Land, jeder kann bei Twitter sein, wie er will. Aber, meiner Ansicht nach, gibt es keine Pflicht für Politiker, da zu sein.“ Twitter sei nicht das Medium, in dem er seine Argumente so vortragen könne, wie er das wolle. Der Diskurs werde dort nicht so geführt, wie er ihn politisch für notwendig halte. Habeck hatte sich Anfang 2019 von Twitter und Facebook verabschiedet.

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Auf den Einwurf von Moderator Lanz, die Politik habe ein Problem mit jungen Leuten, sagte der Grünen-Politiker: „Die jungen Leute sind bei coolen Plattformen, das ist in Deutschland nicht Twitter.“ Auf Twitter sorgten Habecks Aussagen teils für Spott und Kritik. „Entschuldige mal Herr Habeck, natürlich sind wir cool!“, schrieb etwa Nutzerin @Waffelsine. @jens_284 fragte: „Pöbelt der #Habeck gerade über uns?“

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der Twitter rege nutzt, widersprach Habeck in der Sendung. „Ich glaube, dass viele junge Leute, die auch kritisch sind und politisch sehr interessiert sind, dass die sich bei Twitter sammeln“, sagte der SPD-Politiker. „Das ist zum Teil ein Diskurs, von dem ich selbst lerne.“

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Hintergrund von Habecks Twitter-Rückzug Anfang 2019 war Ärger um Wahlkampf-Tweets und Datendiebstahl. Twitter sei ein „sehr hartes Medium, wo spaltend und polarisierend geredet wird“, hatte er damals zur Begründung gesagt. Das färbe auch auf ihn ab. Zudem seien private Informationen über Twitter verbreitet worden. (dpa)

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