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Politik

Palmer beteuert eigene Naivität

Der Tübinger OB wollte mit seinem Kommentar nicht provozieren, schrieb er auf Facebook. Er konnte sich nicht vorstellen, welche Folgen dieser hat.

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) ist schon seit Längerem in seiner Partei umstritten.
Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) ist schon seit Längerem in seiner Partei umstritten. © Marijan Murat/dpa

Tübingen. Mit seinen umstrittenen Äußerungen hat Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer nach eigenen Worten keine Aufmerksamkeit erhaschen wollen. "Nein, das war kein Kalkül, auch keine Provokation für die Öffentlichkeit", schrieb der 48-Jährige am Montagmorgen auf Facebook. "Ich hatte keine Ahnung, welches Erdbeben ich da mal wieder auslöse."

Die Grünen werfen ihrem Parteikollegen wegen einer Aussage über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo, der einen nigerianischen Vater hat, Rassismus vor und wollen ihn aus der Partei werfen. Der Landesparteitag in Baden-Württemberg hatte am Samstag für ein Ausschlussverfahren gegen Palmer gestimmt.

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Der Oberbürgermeister erklärte: "Ich wollte einem meiner langjährigen innerparteilichen Gegner zu verstehen geben, wie absurd ich seine konstruierten Rassismusvorwürfe finde, indem ich ihm einen Rassismusvorwurf präsentiere, der so vollkommen abstrus ist, dass es sogar ihm auffallen müsste. Gewissermassen pädagogische Satire." Er hätte sich aber denken müssen, "was der daraus machen würde". Das habe er sich aber nicht vorstellen können, schrieb Palmer. "Den Vorwurf der Naivität lasse ich mir deshalb gefallen." (dpa)

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