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Kipping will wieder in den Bundestag

Sachsens Linke wählt in wenigen Wochen die Liste für die Bundestagswahl. Sachsens ehemalige Linkenchefin strebt dann den Spitzenplatz an.

Katja Kipping will auf den ersten Platz der Landesliste.
Katja Kipping will auf den ersten Platz der Landesliste. © Matthias Schumann

Auch nach dem Ende ihrer mehr als achtjährigen Amtszeit als Linkenchefin will Katja Kipping in der Bundespolitik aktiv bleiben. Die Dresdnerin bewirbt sich für den ersten Platz der Landesliste des sächsischen Parteiverbandes für die Bundestagswahl im Herbst. Das teilte Kipping am Mittwoch in einem Schreiben dem Landesvorstand mit, das sächsische. de vorliegt. Die 43-Jährige warb darin um Unterstützung und Vertrauen.

In dem Schreiben heißt es: „Ich bewerbe mich auch deshalb um ein Mandat, weil ich diese Arbeit gern tue und weil all meine Erfahrungen und Kontakte, aber auch der persönliche Bekanntheitsgrad ein nicht zu unterschätzendes Kapital für unsere Partei sind – und damit auch für alle Menschen, für deren Interessen wir kämpfen.“ Kipping will zudem in einem Dresdner Wahlkreis als Direktkandidatin antreten.

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Die ehemalige Stadträtin und Landtagsabgeordnete gehört dem Bundestag seit 2005 an. Sie zählt zu den Kritikern der Hartz-Reformen und darin enthaltener Sanktionen. Zudem wirbt die Linkenchefin für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Kipping gilt als Befürworterin eines Bündnisses mit SPD und Grünen auf Bundesebene.

Themen, die die sächsische Linke in die Bundespartei eingebracht habe, bekommen nach Einschätzung der Politikerin "viel Zuspruch in der Gesellschaft". Kipping nannte die Kindergrundsicherung, die solidarische Mindestrente sowie die Vier-Tage-Woche. Die Vorschläge würden von Sozialverbänden und Gewerkschaften unterstützt. "Selbst die Parteien, die Hartz IV einst in die Wege geleitet haben, rücken inzwischen davon ab", schrieb die Vorsitzende.

In ihrer Bewerbung spielt Kipping auch auf die Vielzahl ihrer TV-Auftritte an. "In den vergangenen Jahren war mein Anspruch an mich, jede Talkshow, jede Podiumsdiskussion und jedes Interview, und sei es mit einem Satiriker wie Kurt Krömer zu nutzen, um unsere Inhalte und Argumente bestmöglich rüberzubringen und dabei meine Fähigkeiten zu verbessern."

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