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Sachse will in den Linkenvorstand

Stefan Hartmann kandidiert für das Gremium. Ende Oktober will die Partei in Erfurt auch die Nachfolgerin von Katja Kipping wählen.

Stefan Hartmann kandidiert für den Bundesvorstand der Partei.:
Stefan Hartmann kandidiert für den Bundesvorstand der Partei.: © dpa/Bodo Schackow

Dresden. Sachsens Linkenchef Stefan Hartmann kandidiert für den Bundesvorstand der Partei. In seinem Bewerbungsschreiben nannte der Leipziger als politischen Schwerpunkt „die Vertretung der Interessen all jener, die ihren Lebensunterhalt nicht aus Kapitalerträgen oder riesigen Vermögen bestreiten“. Der 52-Jährige arbeitet als Berater von Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch.

Hartmann gehört dem aktuellen, mehr als 40 Mitglieder umfassenden Parteivorstand an. Ende des Monats wählt die Linke in Erfurt eine neue Führung. Die bisherigen Vorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger treten nach acht Jahren an der Spitze nicht wieder an. Als Favoriten für deren Nachfolge gelten die Fraktionschefinnen aus Thüringen und Hessen, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler.

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Die Erfurter Politikerin ist eine Architektin des dortigen rot-rot-grünen Regierungsbündnisses. Mehrfach gelang es ihr, Spannungen zwischen den Koalitionspartnern auszugleichen. Bundesweite Berühmtheit erlangte sie durch den Wurf des Gratulationsstraußes vor die Füße des FDP-Politikers Thomas Kemmerich. Der Abgeordnete war zuvor mit Stimmen von CDU und AfD zum thüringischen Ministerpräsidenten gewählt worden. Kurz darauf trat er aber zurück.

Mittlerweile regiert in Erfurt wieder der Linke Bodo Ramelow. Aufgrund der unübersichtlichen Mehrheitsverhältnisse hatte sich der Politiker im Frühjahr aber mit mehreren Parteien auf Neuwahlen 2021 geeinigt. Die Frage, ob Rot-Rot-Grün auch ein Modell für den Bund sein könnte, wird in der Linken im Jahr vor der Bundestagswahl kontrovers diskutiert.

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