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Deutschland & Welt

Bundestag nimmt Abschied Oppermann

Die Mitglieder des Bundestages haben in einer Trauerfeier ihrem Vizepräsidenten Thomas Oppermann gedacht. Der SPD-Politiker war überraschend verstorben.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) spricht bei der Trauerfeier für den verstorbenen Bundestags-Vizepräsidenten Thomas Oppermann (SPD) im Deutschen Bundestag.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) spricht bei der Trauerfeier für den verstorbenen Bundestags-Vizepräsidenten Thomas Oppermann (SPD) im Deutschen Bundestag. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlin.  Der Bundestag hat am Mittwoch mit einer Trauerfeier im Plenarsaal Abschied von seinem völlig unerwartet gestorbenen Vizepräsidenten Thomas Oppermann genommen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, der SPD-Politiker habe sich um den Parlamentarismus und die Demokratie in Deutschland große Verdienste erworben. „Seine besonnene Art, sein Sachverstand, seine Kollegialität werden uns schmerzlich fehlen.“

Oppermann war am Sonntag kurz vor einem Interview in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ zusammengebrochen. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus in Göttingen. Der SPD-Politiker wurde 66 Jahre alt.

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Oppermann war 1990 in den Niedersächsischen Landtag eingezogen. 1998 ernannte ihn der damalige Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) zum Wissenschaftsminister. 2005 wechselte Oppermann in den Bundestag. Dort war er in der vergangenen Wahlperiode SPD-Fraktionsvorsitzender. Nach der Wahl 2017 wurde er Vizepräsident des Bundestags. Für die Wahl im kommenden Jahr wollte Oppermann nicht wieder kandidieren.

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Schäuble sagte in der Trauerfeier des Bundestags, Oppermann sei klar und loyal in seiner sozialdemokratischen Haltung, aber nie ideologisch gewesen. „Streitbar in der Sache, doch kompromissfähig, wenn es galt, pragmatische Lösungen zu finden. Pointiert und schlagfertig in der politischen Auseinandersetzung, und herzlich im zwischenmenschlichen Umgang. Er beherrschte die Abteilung "Attacke", er beherrschte auch das mühsame Verhandeln. Beides braucht es in der parlamentarischen Demokratie.“ (dpa)

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