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Ein unkomplizierter Partner für Schwesig

Mit der Linken lässt sich für die SPD in Meck-Pomm vieles umsetzen. Zudem verbindet sie die Haltung zur Ostseepipeline. Ein Kommentar.

Manuela Schwesig (SPD) will in Mecklenburg-Vorpommern mit den Linken Koalition.
Manuela Schwesig (SPD) will in Mecklenburg-Vorpommern mit den Linken Koalition. © dpa

Als der Sozialdemokrat Harald Ringstorff 1998 die damalige PDS in Schwerin als Erster in eine Landesregierung holte, war der Aufschrei groß, nicht zuletzt in der Bundes-SPD. Mehr als zwei Jahrzehnte später muss Manuela Schwesig solche Kritik nicht mehr fürchten. Selbst im westdeutschen Bremen regiert die Linke mittlerweile mit, in Thüringen stellt sie den Ministerpräsidenten.

Profitieren konnte die Partei bei der Bundestagswahl von der oft unspektakulären Kärrnerarbeit in den Ländern nicht. Wählerinnen und Wähler verbanden sie eher mit identitäts- als sozialpolitischen Ideen – und straften sie ab. Nur die drei Direktmandate im Osten haben die Linke gerettet. Sie ist angeschlagen und deshalb für die Sozialdemokratin Schwesig ein unkomplizierter Partner im Nordosten.

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Angeschlagen ist die CDU zwar auch, doch die saß in Mecklenburg-Vorpommern bislang mit am Kabinettstisch und hätte in den Gesprächen zur Regierungsbildung Beharrungsvermögen bewiesen. Die Linke ist dagegen froh, dass sie – wie wohl auch in Berlin – für ein Bündnis gebraucht wird und daher der einfachere Verhandlungspartner für die SPD.

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Übereinstimmungen gibt es viele, nicht zuletzt bei der Zustimmung zur Ostseepipeline Nord Stream 2, durch die russisches Gas fließen soll. Vom Bau hängen im strukturschwachen Bundesland Jobs ab. Grüne und FDP stehen dem Projekt skeptischer gegenüber. Die Entscheidung für die Linke dürfte der Pragmatikerin Schwesig leicht gefallen sein.

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