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LKA sucht Zeugen nach Farbanschlag auf Wohnhaus von AfD-Parteichef Chrupalla

Nach dem Farbanschlag auf das Wohnhaus von AfD-Chef Tino Chrupalla in Gablenz bei Weißwasser ermittelt der Staatsschutz des LKA. Die Beamten suchen nun Zeugen.

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Am Wohnhaus von Tino Chrupalla wurde in der Nacht zum 4. März ein Anarchie-Symbol angesprüht. Das LKA sucht nun nach Zeugen zum Vorfall.
Am Wohnhaus von Tino Chrupalla wurde in der Nacht zum 4. März ein Anarchie-Symbol angesprüht. Das LKA sucht nun nach Zeugen zum Vorfall. © Bernd von Jutrczenka/dpa

Weißwasser. Nach dem Farbanschlag auf das Wohnhaus von AfD-Bundeschef Tino Chrupalla sucht die Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) nun Zeugen, die die Tat beobachtet haben.

Wie die Behörde am Freitag mitteilt, seien die Ermittler zur Aufklärung der Tat auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Konkret gehe es um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die im weiteren Bereich um den Tatort zwischen Donnerstag, 3. März und Freitag, 4. März gesehen wurden.

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"Auch Wahrnehmungen im Internet oder in den sozialen Medien, insbesondere auch im Nachgang der Tat, können die Ermittlungen unterstützen", so das LKA. Die Schmierereien erstreckten sich demnach auf einer Länge von etwa zwölf Metern und einer Höhe bis zu einem Meter an der Fassade des Wohnhauses von Tino Chrupalla. Der entstandene Sachschaden belaufe sich auf circa. 3.000 Euro.

Das LKA bittet Zeugen sich telefonisch an die Polizeidirektion Görlitz unter der Rufnummer 03581/468100 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Nicht der erste Vorfall am Wohnhaus von Chrupalla

Unbekannte hatten an das Wohnhaus von AfD-Bundeschef Tino Chrupalla in der Nacht zum 4. März Anarchie-Symbol in grauer Farbe gesprüht. Noch am selben Tag nahmen Beamte des Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum Spuren und Zeugenaussagen vor Ort auf.

Bereits vor fünf Jahren wurde ein Hakenkreuz und ein Anarchie-Symbol an die Mauer vor dem Haus des AfD-Politiker Tino Chrupalla in Gablenz bei Weißwasser gesprüht.
Bereits vor fünf Jahren wurde ein Hakenkreuz und ein Anarchie-Symbol an die Mauer vor dem Haus des AfD-Politiker Tino Chrupalla in Gablenz bei Weißwasser gesprüht. © Archiv/privat

Der AfD-Politiker hatte den Vorfall selbst zur Kenntnis gebracht: "Heute Nacht haben unbekannte Personen mein Haus mit Farbe demoliert und linke Symbole als Signatur hinterlassen", teilte er damals der Deutschen Presse-Agentur mit.

Erst 2017 hatte es ein Hakenkreuz und ein Anarchie-Symbol an seinem Wohnhaus gegeben. Vor fast genau zwei Jahren brannte dann Chrupallas Auto auf seinem Privatgrundstück in Gablenz. (SZ mit dpa)

Dieser Beitrag wurde am 18. März gegen 12.45 Uhr mit einem Zeugenaufruf des LKA aktualisiert.

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