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Politik

Streiks im öffentlichen Dienst gestartet

Ab heute wird in Kindergärten und Kliniken gestreikt werden. Der Auftakt bleibt zwar auf einzelne Städte beschränkt. Doch bald könnten weitere folgen.

Die Wirtschaftsbetriebe in Duisburg bestreiken heute unter anderem den Recyclinghof Duisburg-Nord.
Die Wirtschaftsbetriebe in Duisburg bestreiken heute unter anderem den Recyclinghof Duisburg-Nord. © Fabian Strauch/dpa

Augsburg/Gütersloh. In mehreren Bundesländern haben am Dienstag die angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen begonnen. In Nordrhein-Westfalen und Bayern gab es in einzelnen Städten Aktionen vor städtischen Betrieben. Geplant waren auch punktuelle Warnstreiks in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In anderen Ländern starten die Aktionen in den kommenden Tagen.

In Gütersloh versammelten sich am Morgen etwa 40 Beschäftigte vor dem Klinikum. Mit Bezug auf den Corona-Einsatz von Krankenhauskräften sagte der Verdi-Funktionär Volker Hoppmann: "Klatschen reicht nicht - wir wollen anständig bezahlt werden."

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In Augsburg beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi 60 Mitarbeiter der Stadtentwässerung - rund die Hälfte der Belegschaft. Da diese im Schichtdienst arbeitet, erwartete Verdi im Laufe des Tages noch mehr Warnstreikende.

Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks ihren Lohnforderungen im laufenden Tarifstreit mit Bund und Kommunen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit.

Die zweite Verhandlungsrunde ging am Wochenende in Potsdam ohne Annäherung zu Ende. Bund und Kommunen hatten dort kein Angebot vorgelegt - Verdi und der Beamtenbund dbb, der mit verhandelt, hatten sich empört gezeigt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt. (dpa)

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