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Politik

Uni prüft Doktorarbeit von Helge Braun

2007 promovierte der Kanzleramtschef an der Universität Gießen. Nun gibt es Vorwürfe, er habe dabei nicht alle wissenschaftlichen Standards eingehalten.

Wegen des Verdachts auf mögliche Regelverstöße wird die Doktorarbeit des CDU-Politikers Helge Braun überprüft.
Wegen des Verdachts auf mögliche Regelverstöße wird die Doktorarbeit des CDU-Politikers Helge Braun überprüft. © Michael Kappeler/dpa (Archiv)

Die Gießener Justus-Liebig-Universität überprüft, ob Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) in seiner Doktorarbeit 2007 gegen wissenschaftliche Standards verstoßen hat. Wie die Universität am Donnerstag mitteilte, geht man Vorwürfen "auf mögliche Überschneidungen mit anderen Schriften" nach. Die Vorwürfe seien der Universität Ende Januar 2021 von einer Einzelperson gemeldet worden. "Der Betroffene hat überdies selbst um Überprüfung dieser Vorwürfe durch die JLU gebeten", teilte die Uni weiter mit. Zuvor hatte die "Gießener Allgemeine Zeitung" berichtet.

Der Kanzleramtsminister und Vorsitzende des CDU-Kreisverbands Gießen hat sich auf Twitter selbst zu den Vorwürfen geäußert. Die Universität überprüfe "auch auf meine Bitte hin den Bezug einer vorausgegangenen Teilpublikation der Ergebnisse von mir und anderen Autoren zu meiner Dissertation", schrieb Braun am Mittwochabend.

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Eine Expertenkommission der Universität Gießen überprüfe Brauns Dissertation nun in einem standardisierten mehrstufigen Verfahren gegen mögliche Verstöße der Regularien zum wissenschaftlichen Arbeiten, so die Universität.

Braun promovierte 2007 im Alter von 35 Jahren zum Doktor der Medizin. Seine Doktorarbeit befasste sich mit dem Einfluss intraoperativer Tachykardien (Herzrasen während einer Operation) auf die postoperative Prognose. (dpa)

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