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"Die Familie ist meine Kraftquelle"

Anfang September tritt Stephan Meyer seinen Posten als neuer Landrat des Kreises Görlitz an. Bis dahin arbeitet er weiter in Dresden und macht Urlaub.

Von Matthias Klaus
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Stephan Meyer, hier am Wahlabend, ist der neue Landrat des Landkreises Görlitz.
Stephan Meyer, hier am Wahlabend, ist der neue Landrat des Landkreises Görlitz. © Martin Schneider

Stephan Meyer, geboren 1981 in Zittau, ist der neue Landrat des Kreises Görlitz. Der CDU-Landtagsabgeordnete wohnt in Oderwitz, ist verheiratet, hat drei Kinder. Im zweiten Wahlgang hat er sich gegen den Görlitzer Sebastian Wippel (AfD) am Sonntag klar durchgesetzt. Einzelbewerber Sylvio Arndt aus Niesky galt als Außenseiter. Was treibt Stephan Meyer an, warum gibt er den Posten im sächsischen Landtag auf? Was will er ändern? Die SZ hat ihm am Tag nach der Wahl gefragt.

Herr Meyer, die Wahlparty in Görlitz ist vorbei, war es danach noch eine lange oder eher kurze Nacht?

Eher kurz. Ich habe zu Hause den Fehler gemacht, gegen zwei Uhr noch Nachrichten zu beantworten, bin erst um drei ins Bett. Später als sonst war um sechs Uhr die Nacht vorbei, ich habe die Kinder geweckt und zur Kita und Schule gebracht.

Haben Ihnen inzwischen ihre Mitbewerber um den Landratsposten Sebastian Wippel und Sylvio Arndt gratuliert?

Sebastian Wippel hat sich inzwischen telefonisch gemeldet und mir zur Wahl gratuliert.

Derzeit laufen Gespräche mit den Kandidaten für ihre Stellvertreterposten, die Beigeordneten. Das Prozedere wurde noch von Landrat Bernd Lange angestoßen. Haben Sie überhaupt Einfluss auf die Wahl?

Die Findungskommission hat ja eine Shortlist aufgesetzt, mit je drei Kandidaten für jeden Posten. Ich werde bei den Sitzungen dabei sein, meine Meinung sagen, möchte ein Mitspracherecht haben.

Haben Sie Favoriten?

Ich sage mal so: Die langjährigen Beigeordneten Martina Weber und Thomas Gampe haben sich beide wieder beworben. Wenn man neu als Landrat antritt, ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich auf Erfahrung verlassen, auf sie zurückgreifen kann. Aber am Ende werden wir das im Kreistag besprechen und entscheiden.

Wann werden Sie denn offiziell das Amt als Landrat übernehmen?

In derselben Kreistagssitzung, in der auch die beiden Beigeordneten gewählt werden, am 13. September.

Was machen Sie bis dahin?

Eine ganz normale Landtagswoche steht an. Ich werde eine letzte Rede im Parlament in Dresden halten. Die ersten beiden Ferienwochen sind für den Urlaub mit der Familie reserviert. Danach führe ich erste Gespräche mit Mitarbeitern des Landratsamtes, zum Beispiel über neue Strukturen.