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Überraschung bei OB-Wahl in Niesky

CDU-Bewerberin Kathrin Uhlemann liegt nach dem ersten Wahlgang vor Amtsinhaberin Beate Hoffmann. Die endgültige Entscheidung fällt aber erst in drei Wochen.

Von Steffen Gerhardt
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Kathrin Uhlemann gelingt ein Überraschungserfolg bei der OB-Wahl in Niesky.
Kathrin Uhlemann gelingt ein Überraschungserfolg bei der OB-Wahl in Niesky. © André Schulze

Der Wahlsonntag brachte für Niesky noch kein eindeutiges Resultat, wer ins Rathaus als neuer Oberbürgermeister einziehen wird. Keiner der drei Kandidaten erreichte am Sonntag im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit von über 50 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die meisten Stimmen konnte die parteilose Kathrin Uhlemann auf sich vereinen. 1.880 Wähler machten bei der mit dem Mandat der CDU angetretenen Neukoselerin laut vorläufigem Wahlergebnis ihr Kreuz auf dem Wahlschein. Das entspricht 45,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Die amtierende Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann (parteilos) kann auf 1.741 Stimmen verweisen, was 42 Prozent entspricht. Mit nur 528 Stimmen abgeschlagen folgt der Kandidat der AfD, Jens Hoffmann, das sind 12,7 Prozent aller Wählerstimmen.

Enttäuschend für Niesky die Wahlbeteiligung mit 52,8 Prozent - nur jeder Zweite der rund 7.900 Wahlberechtigten gab seine Stimme ab. Wie Wahlleiterin Simone Sturm mitteilt, sei die OB-Wahl ruhig und ohne Vorkommnisse in allen acht Wahllokalen abgelaufen.

Da kein Kandidat die absolute Mehrheit von über 50 Prozent erreichte, gibt es einen zweiten Wahlgang am 28. November. Dann reicht die relative Mehrheit zum Sieg.

Die SZ hat allen drei Kandidaten die Möglichkeit gegeben, in einem Interview ihre wichtigsten Pläne als OB vorzustellen:

Beate Hoffmann: „Ich will den 10.000 Nieskyer begrüßen"

Kathrin Uhlemann: "Niesky nutzt seine Potenziale zu wenig"

Jens Hoffmann: "Ich möchte das gläserne Rathaus für den Bürger"