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SPD: Kreisvorsitzender verzichtet auf OB-Kandidatur

Vor sieben Jahren holte Harald Prause-Kosubek in Niesky mehr als 30 Prozent. Dieses Mal konzentriert er sich auf die nahe Bundestagswahl.

Harald Prause-Kosubek ist Mitglied im Stadtrat in Niesky für die Fraktion der SPD. Für das OB-Amt kandidiert der Seer nicht. Wenn, dann möchte er in den Bundestag nach Berlin.
Harald Prause-Kosubek ist Mitglied im Stadtrat in Niesky für die Fraktion der SPD. Für das OB-Amt kandidiert der Seer nicht. Wenn, dann möchte er in den Bundestag nach Berlin. © André Schulze

Harald Prause-Kosubek aus dem Nieskyer Ortsteil See wird nicht für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Niesky kandidieren. Das sagte der SPD-Stadtrat am Montag zur SZ. Der Entschluss reifte bei dem 50-Jährigen während seines Sommerurlaubes an der Nordsee. Damit schickt die SPD keinen eigenen Kandidaten ins Rennen am 7. November.

Zu seinen Gründen befragt, sagt Harald Prause-Kosubek, dass es sowohl berufliche wie auch private sind, die zum Ablehnen einer Kandidatur führten. "Ich wurde von vielen Freunden und Bürgern angerufen und angeschrieben, für den OB zu kandidieren", berichtet Prause-Kosubek. Aber er sieht seine Zukunft weiter in der Partei und nicht im Rathaus. "Ich bin ein Parteimensch, kein Verwaltungsmensch", betont das SPD-Mitglied. Seine Heimat sind Partei und Politik, deshalb will er sich für die Stärkung der Sozialdemokratie im Landkreis einsetzen.

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Keine Kraft für zwei Wahlkämpfe

Hinzu kommt, dass der im SPD-Landtagsbüro in Dresden angestellte Familienvater sich für die Bundestagswahl aufgestellt hat. "Dieser Wahlkampf kostet mich schon viel Zeit und Kraft, da kann ich nicht noch einen zweiten ,nebenbei' führen." Zudem schwingt da auch ein bisschen Ratlosigkeit mit, was die Zukunft von Niesky betrifft: "Mir fehlt die Fantasie, wie Niesky finanziell wieder auf die Beine kommt." Allein wird die Stadt das kaum schaffen, ist Harald Prause-Kosubek überzeugt.

Sein zweiter Grund ist die Familie. Sie muss bereits durch seinen Partei-Job oft zurückstecken. Dazu noch das OB-Amt, das würde zu einer Zerreißprobe führen. Darauf will es Harald Prause-Kosubek nicht ankommen lassen. Also nimmt er von einer OB-Kandidatur Abstand. Vor sieben Jahren war er einer der vier Bewerber um das OB-Amt in Niesky. Prause-Kosubek erhielt 32,1 Prozent der Stimmen, Beate Hoffmann 57,8 Prozent.

Keine weiteren Kandidaten

Was mögliche weitere Kandidaten betrifft, ist es noch still in Niesky. Der CDU-Stadtverband führt seine Wahlversammlung am Dienstagabend durch. Auf ihr soll ein Kandidat bestimmt werden. Die AfD berät Montagabend über eine Kandidatur in Niesky. Der Bürgerbewegung Niesky fehlt ein geeigneter Kandidat aus ihren Reihen, der auch den Willen hat, OB zu werden. Die Linke hat keinen Bewerber, sie hätte Harald Prause-Kosubek unterstützt. Amtsinhaberin Beate Hoffmann hat ihre Bereitschaft bereits erklärt, weiterzumachen. Am 2. September, 18 Uhr, endet die Bewerbungsfrist.

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