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Politik

Haseloff: AfD-Problem nicht alleine lösen

SPD und Grüne müssten der AfD mehr Stimmen abnehmen, sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff. Am Sonntag wird dort ein neuer Landtag gewählt.

Die Spitzenkandidaten ihrer Parteien für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Katja Pähle (l, SPD) und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes, bei der MDR-Wahl-Arena
Die Spitzenkandidaten ihrer Parteien für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Katja Pähle (l, SPD) und Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes, bei der MDR-Wahl-Arena © dpa-Zentralbild

Wörlitz. Im politischen Kampf gegen die AfD fühlt sich Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff von den anderen Parteien allein gelassen. "Ich kann nicht alleine die Prozente bringen, die die AfD uns abgenommen hat", sagte der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl am Sonntag dem Nachrichtensender Welt im sachsen-anhaltischen Wörlitz. Es könne nicht die Aufgabe eines Mannes und einer Partei sein, "das Problem in Sachsen-Anhalt und in Deutschland mit der AfD zu lösen", sagte er am Mittwoch.

Umfragen sagen für die Wahl am Sonntag einen Zweikampf um die stärkste Fraktion zwischen CDU und AfD voraus, wobei die meisten Erhebungen Haseloffs CDU vorne sehen. 2016 war die AfD in Sachsen-Anhalt mit 24,3 Prozent aus dem Stand zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten geworden. Haseloffs Koalitionspartner SPD und Grüne stehen jeweils bei etwa zehn Prozent.

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"Wenn die um zehn Prozent rumdümpeln, was soll ich dann alleine in der politischen Mitte machen?", fragte Haseloff mit Blick auf die Umfragewerte. "Die müssen stärker werden, damit wir insgesamt als demokratische Parteien die AfD zurückdrängen", forderte der Chef der Magdeburger Kenia-Koalition. "Immer auf die anderen zu zeigen und selber im Prinzip nichts auf die Matte zu bringen, das ist mir ein bisschen zu wenig."

Keine Zusammenarbeit mit der AfD

Die politischen Wettbewerber, auch aus den Reihen der Koalitionspartner, hatten die CDU mehrfach gewarnt, Haseloffs strikte Ablehnung einer Zusammenarbeit mit der AfD nach der Wahl in Frage zu stellen. Aus den Reihen der CDU-Fraktion hatte es in den letzten Jahren immer wieder Forderungen gegeben, sich für eine Kooperation zu öffnen, Partei und Fraktion lehnten das aber mehrheitlich ab.

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Haseloff betonte außerdem, dass die AfD nicht nur in ostdeutschen Parlamenten sitzt. "Das ist eine westdeutsche Partei, die ist in Westdeutschland gegründet worden, alle Führungsleute sind aus Westdeutschland", sagte der Sachsen-Anhalter. "Wie konnte so etwas in Westdeutschland passieren, dass nach 1945 so eine Partei neu gegründet wird und in allen Parlamenten Deutschlands sitzt?" (dpa)

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