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Polizei blitzt nach Horrorcrash nächtliche Raser

In Ebendörfel war vor drei Wochen eine junge Frau tödlich verunglückt. Gerast wird dort nach wie vor.

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Von Christoph Scharf

Nach dem Horrorcrash in Ebendörfel wird nachts nach wie vor durch den Ort südlich von Bautzen gerast. Das ergaben Kontrollen der Polizei, die nach dem tödlichen Unfall vor drei Wochen regelmäßig an der Unfallstelle blitzt. So war wenige Tage nach dem Tod einer 19-jährigen Frau noch immer jedes dritte gemessene Auto zu schnell unterwegs. Der Spitzenreiter fuhr mit Tempo 92 durch das nächtliche Dorf. Vergangene Woche wurde bereits in den frühen Abendstunden ein Fahrer mit 87Sachen ertappt.

Geblitzt wurde an drei verschiedenen Tagen, einmal in Richtung Bautzen, zweimal in Richtung Großpostwitz. Insgesamt verhängte die Polizei dabei 49-mal ein Verwarngeld. Zehnmal war die Überschreitung sogar so groß, dass ein Bußgeld fällig wurde. Laut Polizei werden die Kontrollen an der Unfallstelle in Ebendörfel fortgesetzt.

Unterdessen tauchte ein Gerücht auf, dass der Unfallfahrer, der mit hohem Tempo in ein Umgebindehaus gekracht war, keine Fahrerlaubnis hatte. Dem widersprach die Polizei: Der 21-Jährige hat einen Führerschein, auch Drogen oder Alkohol waren nicht im Spiel.

Neue Zeugenaussagen zum Unfall gingen bisher allerdings nicht ein. Nach wie vor sucht die Polizei den Fahrer eines roten VW Golf III, den der Unfall-BMW kurz vor dem Unglück überholt haben soll.

Hinweise an die Polizei, 03591-3560