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Polizei darf in Ostritz stärker kontrollieren

Der Landkreis akzeptiert zudem ein Urteil zum Alkoholverbot. Es gilt mit Einschränkungen.

Von Jana Ulbrich & Frank Seibel

Die Polizei wird am Wochenende in großen Teilen des Ostritzer Stadtgebiets einen sogenannten Kontrollbereich einrichten. In diesem Bereich haben die Beamten erweiterte Befugnisse und können Personen auch vorbeugend und unabhängig von einem Anfangsverdacht kontrollieren. „Durch die Kontrollen im Stadtgebiet wollen wir besonders das Mitführen von Waffen und anderen Gegenständen unterbinden, die für Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen geeignet sind“, sagt der Leitende Kriminaldirektor, Klaus Hecht, der den Polizeieinsatz in Ostritz leitet. Die Maßnahme gilt für den Zeitraum von Freitagmittag bis Sonntagabend, 18 Uhr.

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Auf dem Gelände des Ostritzer Hotels Neißeblick trifft sich an diesem Wochenende zum zweiten Mal die bundesweite rechte Szene zum „Schild und Schwert“-Festival. Engagierte Bürger stellen sich dem erneut mit einem großen Friedensfest entgegen. Außerdem haben Aktivisten aus dem linken Spektrum eine eigene Kundgebung angekündigt.

Am Donnerstag hat sich die Frage nach dem Alkoholverbot beim Neonazi-Fest schon geklärt. Der Landkreis akzeptiert das Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden, obwohl es das Verbot nicht zu 100 Prozent bestätigt hat. So wollte Ordnungsamtsleiter Peter Hoffmann das gesamte Festivalgelände zu einem Kundgebungsort erklären und somit überall Alkohol verbieten. Das ist aber laut Gericht nicht zulässig. So darf Veranstalter Torsten Heise einen Teil des Festivals als normale Veranstaltung deklarieren – mit Bierfluss.