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Polizei ermittelt zu Belästigungen im Bus

Die Beamten haben umgehend auf den Hinweis einer besorgten Mutter reagiert.

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© Symbolfoto/dpa

Von Peter Anderson

Coswig. Die Polizei hat am Donnerstag einen Bericht der SZ vom gleichen Tag bestätigt, wonach Beamte am Mittwoch einen ausländischen Fahrgast aus einem Linienbus zwischen Coswig und Neusörnewitz beiseitegenommen und mit ihm gesprochen hätten. Anlass war der Hinweis von Müttern, der Mann würde in dem Bus Kinder belästigen.

Tatsächlich stellten Mitarbeiter der Kriminalpolizei in dem angegebenen Linienbus einen 36-Jährigen fest, auf den die Beschreibung der Mütter passte. Der aus dem Irak stammende Mann sei offenbar taubstumm, heißt es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Dresden. Nach einer ersten Einschätzung könnte das ungewöhnliche Verhalten auf sein Handicap zurückzuführen sein.

Die Polizisten hätten den Mann belehrt und ihm deutlich gemacht, dass sein Handeln nicht akzeptabel sei. Nach Auskunft eines Sprechers der Polizeidirektion wird weiter zu dem Fall ermittelt. So hätten die Polizisten das Funktelefon des Irakers mitgenommen, um dessen Inhalt zu untersuchen. Nach Angaben der Mütter soll der Mann die Kinder im Bus auch gefilmt oder fotografiert haben. Dies werde noch geprüft, so die Polizei.