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Polizei erwischt drei Ring-Raser

Während ein Fiat-Fahrer unter Alkoholeinfluss zu schnell um Zittaus Innenstadt unterwegs war, lieferten sich zwei VW-Fahrer sogar ein Straßenrennen mit über Tempo 100.

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© Matthias Weber

Zittau. Die Polizei hat in der Nacht zum Sonnabend in Zittau auf dem Stadtring die Geschwindigkeit kontrolliert und dabei drei Raser erwischt. „Schon seit Längerem hatten sich Anwohner in den Abend- und Nachtstunden über übermäßigen Lärm beschwert, wenn Fahrzeuge mit aufheulenden Motoren oder quietschenden Reifen um die Stadt fuhren“, teilt Thomas Knaup mit.

Gegen 22.30 Uhr stoppten die Beamten einen 19-jährigen Deutschen, der mit einem Fiat sichtbar schneller als mit den erlaubten Tempo 50 den Karl-Liebknecht-Ring befuhr. Bei der Kontrolle bemerkten sie Alkoholgeruch in der Atemluft des jungen Mannes. Ein Test zeigte einen Wert von 1,34 Promille. Die Polizisten untersagten dem Beschuldigten die Weiterfahrt, veranlassten eine Blutentnahme und behielten seinen Führerschein ein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Kurz nach Mitternacht stoppten die Streifen zwei Volkswagen. Eine 21-Jährige und ein 24-Jähriger lieferten sich mit einem VW Golf und einem VW Passat auf dem Stadtring nach Angaben des Polizeisprechers augenscheinlich ein Rennen. Beide Fahrer aus Deutschland waren den Wahrnehmungen der Beamten nach mit mehr als Tempo 100 unterwegs gewesen. Die Polizisten dokumentierten den Verstoß und meldeten ihn der örtlichen Straßenverkehrsbehörde. Die Bußgeldstelle des Landkreises wird sich mit dem Fall befassen.

Seit Jahren sind die Beamten den Rennfahrern auf der Spur. Sie haben mit Jugendlichen an den einschlägigen Treffpunkten gesprochen und immer wieder Kontrollen gemcaht. Als ein Versuch, die Rennen einzudämmen, stellte der Landkreis Anfang 2012 die beiden stationären Blitzer auf dem Ring auf. Sie haben die Raserei mindestens erschwert, weil Fahrer vor ihnen abbremsen müssen. Beendet haben sie die illegalen Rennen aber nicht. „Die Polizei wird auch weiterhin insbesondere in den Abend- und Nachstunden ein wachsames Auge auf das Verkehrsgeschehen in der Zittauer Innenstadt werfen“, teilt Thomas Knaup mit.

Um die Raser aus dem Verkehr ziehen zu können, brauche es aber stichhaltiger Beweise, heißt es vonseiten der Polizei. Die zu bekommen, sei schwierig, weil vor den illegalen Rennen Aufklärungsrunden gedreht würden, um zu prüfen, ob Einsatzkräfte unterwegs seien. Die zweispurige Einbahnstraße scheint in den Nachtstunden zudem verlockend zum Rasen, aufgrund des geringen Verkehrs und fehlenden Gegenverkehrs. Bürger sollten die Polizei informieren, wenn die Rennen auf dem Ring noch im Gange seien, äußert die Behörde. Nur so hätten die Beamten eine Chance, Beweise zu sichern. (szo/tc)