merken

Görlitz

Was die Polizei bei der Grenzkontrolle fand

Polizei- und Zollbeamte haben gestern  an allen Grenzübergängen innerhalb des Landkreises Görlitz kontrolliert. Dabei entdeckten sie Drogen, Waffen und weiteres.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Die Polizeidirektion Görlitz hat am Donnerstag an allen Grenzübergängen innerhalb des Landkreises Görlitz kontrolliert und dabei insgesamt zwölf Straftaten und 33 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Außerdem fand sie sechs Personen, nach denen sie gefahndet hatte.

Die Grenzkontrollen fanden gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei Sachsen, den Bundespolizeiinspektionen Ludwigsdorf und Ebersbach sowie dem Hauptzollamt Dresden statt. Ziel war laut Polizei der Kampf gegen Straftaten, insbesondere Auto- und sonstiger Diebstahl.

Anzeige
Jakubzburg Mortka

Eine Burg, die genauso aussieht wie im Mittelalter?

In der Zeit von 13 Uhr bis 20 Uhr kontrollierten 336 Einsatzkräfte entlang der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenze 860 Fahrzeuge und 1.342 Personen. Dabei deckten sie sechs Drogen- und drei Waffendelikte auf. Auch ein Verstoß gegen die Vorschriften über die Pflichtversicherung trat zu Tage. Zwei Fahrer wurden ohne Führerschein erwischt.

Bußgeldverfahren gab es dreimal aufgrund von Verstößen im Straßenverkehr und zweimal hinsichtlich des Waffengesetzes. Ordnungswidrigkeitenverfahren gab es auch wegen eines unerlaubter Feuerwerkskörpers und wegen eines überladenen Kleintransporters. Ferner verstießen laut Polizei 26 Autofahrer gegen die Straßenverkehrsordnung.

Wegen dieser Vorfälle wird nun ermittelt:

Auf dem Parkplatz Neiße an der A 4 erwischten die Polizisten einen 42-jährigen Autofahrer, der  einem Schnelltest nach, unter dem Einfluss der Droge Amphetamin stand. Die Ordnungshüter ordneten hierauf eine Blutentnahme an und eröffneten ein Bußgeldverfahren gegen den Polen.

Im Gefährt eines 46-jährigen Deutschen fanden die Polizisten derweil eine modifizierte Schreckschusspistole neben einem Messer, dessen Klinge über die erlaubte Länge von 12 Zentimetern hinausragte. Die Waffen hatten in Griffweite des Verdächtigen gelegen und wurden wenig später beschlagnahmt. Ein Ermittlungsverfahren folgte auf dem Fuße.

Ein 41-jähriger Fahrer transportierte einen Teleskopschlagstock im Innern seines Autos. Die Beamten beschlagnahmten die Waffe und leiteten ein Verfahren gegen den nunmehr verdächtigen Polen ein.

Ohne genügenden Versicherungsschutz erreichte ein 43-jähriger polnischer Autofahrer die Kontrollstelle. Nachdem die Polizisten ein Strafverfahren eingeleitet hatten, untersagten sie dem Verdächtigen, weiterzufahren.

An der Stadtbrücke in Görlitz beschlagnahmten Polizeibeamte einen Schlagring mit einem Messer eines 21-jährigen Polen und eröffneten ein Ermittlungsverfahren.

Ein 43-jähriger polnischer Autofahrer mit einem Einhandmesser geriet ebenfalls in die Kontrolle der Beamten. Sie beschlagnahmten die Klinge und leiteten Untersuchungen ein. 

In Seifhennersdorf trafen Polizisten an der Zollstraße auf einen 26-jährigen Autofahrer, der vermutlich Drogen genommen hatte. Ein Schnelltest legte den Verdacht nahe, der Tscheche könne unter dem Einfluss von Amphetaminen stehen. Die Ordnungshüter ordneten eine Blutentnahme an und leiteten Untersuchungen im Zuge eines Bußgeldverfahrens ein.

Weiterhin beschlagnahmten die Beamten einen illegalen Feuerwerkskörper, den ein 20-jähriger Deutscher bei sich hatte. Ein Bußgeldverfahren folgte.

In Jänkendorf, nahe der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf, erwischten die Beamten einen 43-jährigen polnischen Autofahrer ohne gültigen Führerschein. Um ein Ermittlungsverfahren und das jähe Ende seiner Fahrt kam er nun nicht mehr umhin.

Am ehemaligen Grenzübergang in Hagenwerder tauchte indes ein 28 Jahre alter Deutscher auf, in dessen Fahrzeug ein Schlagstock lagerte. Die Beamten beschlagnahmten die Waffe und leiteten Ermittlungen ein.

Ein 41 Jahre alter berauschter Pole erreichte den Kontrollpunkt unterdessen in einem Auto. Ein Drogentest deutete auf eine vorherige Einnahme Amphetamine enthaltender Stoffe hin. Die Beamten leiteten Ermittlungen ein.

Ein 29-jähriger Pole verbarg einen Schlagring innerhalb seines Autos, den die Ordnungshüter beschlagnahmten. Ein Ermittlungsverfahren wurde eröffnet.

An der Chopinstraße in Zittau erwischten die Polizisten drei tschechische Staatsangehöriger im Alter von 20 und 21 Jahren mit Drogen. Das Trio hatte, in mehrere Cliptütchen gehüllt, mehr als 14 Gramm Marihuana und verschiedenen Utensilien zum Rauschmittelkonsum bei sich. Ein Verfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde sowohl gegen die beiden Heranwachsenden als auch gegen das älteste Mitglied der Gruppe eröffnet. Die Untersuchungen dauern an.

In Krauschwitz ertappten die Ordnungshüter einen weiteren, 21 Jahre alten, polnischen Autofahrer, der vor seinem Aufbruch Drogen genommen hatte. Im Zuge des anschließenden Ermittlungsverfahrens ordneten die Beamten eine Blutentnahme an.

Nahe dem ehemaligen Grenzübergang in Bad Muskau stellten die Ordnungshüter einen überladenen Kleintransporter eines 62-jährigen Polen sicher. Die Verkehrspolizeiinspektion Görlitz wird sich am Freitag eingehend mit dem Gefährt befassen.

1 / 15

Mehr lokale Artikel:

www.sächsische.de/goerlitz

www.sächsische.de/niesky

www.sächsische.de/zittau

www.sächsische.de/loebau