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Polizei geht von Brandstiftung aus

Die Täter haben bei den Explosionen Pyrotechnik eingesetzt. Das ergaben die Untersuchungen.

© André Braun

Von Frank Korn

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Hartha. Nach den beiden Explosionen vom Dienstagabend in Hartha (DA berichtete) laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Die Untersuchungen der Kriminaltechniker am Pkw haben erste Erkenntnisse geliefert. „Wir gehen davon aus, dass gezündete Pyrotechnik zum Brand führte. Reste davon wurden sichergestellt“, sagte Polizeisprecherin Jana Kindt. Ob die beiden Taten in einem Zusammenhang stehen, wird geprüft. Der ausgebrannte Pkw Ford sowie drei weitere Fahrzeuge stehen ohne Kennzeichen auf dem Parkplatz vor dem Zustellstützpunkt der Deutschen Post. „Da die Fahrzeuge auf privatem Grund stehen, sind die bekannten Eigentümer für den Abtransport zuständig“, so Jana Kindt.

An der Richard-Wagner-Straße war gegen 22.30 Uhr ein Papierkorb gesprengt worden. Der Abfallbehälter wurde durch die Detonation komplett zerstört und die Teile im unmittelbaren Umfeld verteilt aufgefunden. Wenig später geriet an der Döbelner Straße ein Pkw in Brand. Als die Harthaer Feuerwehr eintraf, stand das Fahrzeug komplett in Flammen. „Das Feuer breitete sich bereits auf die angrenzende Hecke sowie einen Nadelbaum aus“, schilderte Wehrleiter René Greif die Situation. Die zwölf Kameraden, die mit drei Fahrzeugen angerückt waren, verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf die nebenan stehenden Fahrzeuge. Mit einem Atemschutztrupp und einem Schnellangriff löschten die Feuerwehrleute die Flammen in der Hecke und im Nadelbaum. „Das Feuer im Pkw wurde mit Schaum gelöscht. Dazu musste das Fahrzeug mit einem Hydraulikspreizer geöffnet werden, um an die Glutnester heranzukommen“, so Greif.

Die beiden Detonationen vom Dienstagabend sind kein Einzelfall. Immer wieder hat es in der Vergangenheit in Hartha solche explosionsartigen Geräusche gegeben – offenbar bis Dienstagabend aber ohne größere Schäden. Bei der Suche nach den Verursachern arbeiten Polizei und Ordnungsamt zusammen. „Für Hinweise aus der Bevölkerung sind die Polizei und wir als Stadt dankbar“, so Ronald Fischer, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes.