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Polizei gelingt Schlag gegen internationale Autoschieber-Bande

Am Dienstag lief ein Großeinsatz im Bereich Görlitz und in Polen. Neun mutmaßliche Täter sitzen nun hinter Gittern.

Symbolbild ©  dpa

Die Soko-Kfz des LKA Sachsen hat am vergangenen Dienstag ein mutmaßliches Mitglied einer deutschlandweit agierenden Autoschieber-Bande im Bereich Görlitz festgenommen. Die Kollegen der polnischen Polizei nahmen parallel dazu drei weitere mutmaßliche Mitglieder fest, als sie Gebäude im Bereich Wroclaw und Zielona Gora durchsuchten. Dabei wurden sie von sächsischen Polizisten unterstützt. Das teilt Tom Bernhardt, Erster Kriminalhauptkommissar und Pressesprecher des LKA, mit. Fünf weitere Beschuldigte hatte die Polizei bereits vor dem Einsatz am Dienstag gefasst. Ein Tatverdächtiger ist derzeit noch auf der Flucht.

Laut Bernhardt sollen die Täter im Zeitraum von März bis Juli 2017 etwa 30 Fahrzeuge der Marken Ford, Mazda, BMW, Opel- und Renault-Transporter gestohlen haben, bei neun Fahrzeugen blieb es beim Versuch. Der verursachte Gesamtschaden liegt bei etwa 750.000 Euro. Die Taten betrafen vor allem Fahrzeuge in Sachsen, aber auch  Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern. Die Polizei geht davon aus, dass mehr als ein Dutzend Personen zu der Bande gehören. 

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Gegen Mitglieder der Bande hatte die Staatsanwaltschaft Dresden zuvor 10 Haftbefehle und 13 Durchsuchungsbeschlüsse beschlossen. Seit Beginn der Ermittlungen hat die Soko-Kfz in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei in Wroclaw (CBSP) sowie mit der polnischen Staatsanwaltschaft Niederschlesien zusammengearbeitet. Dadurch konnten die Polizisten auch auf der polnischen Seite mit den beschlossenen Durchsuchungen und Haftbefehlen durchgreifen.

In den insgesamt 13 am Dienstag durchsuchten Objekten fanden die Beamten umfangreiches Beweismaterial wie Datenträger, Mobiltelefone, Spezialwerkzeug für Kfz-Diebstahl, Transponder, Schlüsselrohlinge, professionelle Tools zur Manipulation von Fahrzeugidentitätsnummern, Fahrzeugteile und OBD-Tools mit entsprechender Auslesesoftware sichergestellt werden.

Am gemeinsamen Einsatz nahmen in Sachsen fünf deutsche Polizeibeamte und in den beiden Einsatzabschnitten in Polen insgesamt zehn deutsche Polizeibeamte sowie 24 Polizeibeamte der CBSP Wroclaw und 18 Polizeibeamte der CBSP Zielona Gora teil.

Nun will das LKA die Beweismittel auswerten und die Ergebnisse in die weiterhin laufenden Ermittlungen einbringen. (SZ)

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