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Polizei holt Kinder von Bahngleisen

Spielende Kinder sorgten am Mittwoch für einen Polizeieinsatz am Bahnhof in Radebeul-Ost. Im Zugverkehr zwischen Dresden und Leipzig kam es deswegen zu Verspätungen.

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© Symbolfoto: dpa

Radebeul/Dresden. Dass ein Bahndamm und besonders die Gleise kein Spielplatz sind, war neun Kindern in Radebeul wohl nicht bewusst. Die Bundespolizei hatte am Mittwoch im Bereich des Bahnhofes in Radebeul-Ost die Bahnstrecke Dresden - Leipzig kurzzeitig sperren lassen, weil die Zehnjährigen im Bereich der Bahnanlage spielten.

Ein Triebfahrzeugführer hatte die Kinder gegen 13.05 Uhr am Bahndamm und im Gleisbereich festgestellt und die Bundespolizei Dresden informiert. Für den Bereich wurde ein sogenannter Langsamfahrbefehl für jeglichen Zugverkehr angeordnet und eine Streifenwagenbesatzung begab sich sofort vor Ort. Durch die Einsatzkräfte konnten die Schüler und Schülerinnen festgestellt und aus den Gleisen geholt werden. Die Mädchen und Jungen wurden noch vor Ort durch die Polizisten zu ihrem lebensgefährlichen Verhalten und den Gefahren im Bahnverkehr belehrt. Im Zugverkehr kam es aufgrund des Einsatzes zu Verspätungen.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass die Bahnanlagen kein Spielplatz sind. „Es ist verboten, sie zu betreten! Auch wenn ein Foto auf Bahngleisen oder die Abkürzung über die Schienen auf den ersten Blick noch so verlockend und berechenbar erscheint - hier droht ernsthafte Lebensgefahr“, so ein Sprecher der Behörde. Denn Züge können, anders als Fahrzeuge auf der Straße, Hindernissen nicht ausweichen und haben aufgrund ihrer großen Masse einen Bremsweg von bis zu einem Kilometer. Darüber hinaus seien moderne Züge wesentlich leiser als ihre Vorgängermodelle und daher erst spät zu hören.

Die Geschwindigkeit seien ebenfalls nicht zu unterschätzen: schnell fahrende Züge seien beispielsweise im Durchschnitt mit 160 Stundenkilometer unterwegs – auch in einigen Bahnhöfen und an Haltepunkten. Bei dieser Geschwindigkeit legt ein Zug 100 m in nur 2,25 Sekunden zurück. (szo)