Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Merken

Polizei: Kein Kinderfänger unterwegs

In der Region kursieren Gerüchte über einen verdächtigen Mercedes. Die Beamten gingen dem nach. Mit eindeutigem Ergebnis.

Teilen
Folgen
NEU!
© dpa

Bautzen. Bereits seit Mai dieses Jahres kursieren über soziale Netzwerke im Internet Gerüchte, wonach im Raum Bautzen, Bischofswerda, Oberland und Umgebung aus einem grünen Mercedes-Kleintransporter mit Pirnaer Kennzeichen Kinder angesprochen und in das Fahrzeug gelockt würden. Die Polizei stellte am Donnerstag erneut klar: Die Informationen sind falsch! Die Polizei habe den betreffenden Wagen im Frühling dieses Jahres, nachdem das Gerücht erstmalig aufgetreten war, gestoppt und kontrolliert. Der Fahrer – ein unbescholtener Bürger, der sich häufiger beruflich in der Region aufhält – hat den Beamten glaubhaft erklärt, warum er damals verkehrsbedingt neben einem Kind an der Straße gehalten hatte. Polizeisprecher Thomas Knaup: „Dabei hatte das Kind in keiner Weise im Fokus gestanden.“ Über diesen Umstand habe die Polizeidirektion Görlitz auch zuvor schon informiert.

Jetzt wendet sich die Polizei nochmals an Eltern und Nutzer sozialer Netzwerke sowie Messenger-Dienste: „Wir nehmen derartige Schilderungen grundsätzlich immer ernst.“ Doch bei allem Verständnis für die Elternsorge, wenn es um Ihre Kinder geht. „Bitte behalten Sie einen kühlen Kopf, nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und überlegen Sie zweimal, bevor Sie binnen Sekunden ungeprüfte Gerüchte verbreiten. Das hilft niemandem.“ Der richtige Weg führe stets zeitnah zu einer Polizeidienststelle. Dort wird man alle Hinweise aufnehmen und prüfen. (szo)

Polizeibericht vom 8. September

Auf Raserjagd vor Schulen

Bautzen/Görlitz. In den vergangenen vier Wochen haben 137 Verkehrskontrollen vor Grundschulen stattgefunden. Dabei nahmen die Beamten in den Kreisen Bautzen und Görlitz 1400 Fahrzeuge unter die Lupe. „In jedem sechsten Fall gab es etwas zu beanstanden“, sagt Polizeisprecher Thomas Knaup. In 112 Fällen fuhren Autos vor den Schulen schneller als erlaubt, die höchste Überschreitung betrug 30 Kilometer pro Stunde. Was Knaup bedenklich stimmt: 71-mal waren die Fahrer nicht angeschnallt. „In den meisten Fällen habndelt es sich dabei um Eltern – ein schlechtes Vorbild.“ In 15 Fällen seien sogar die Kinder falsch oder gar nicht angeschnallt gewesen.

Zwischen dem Schuljahresbeginn am 8. August und vergangener Woche wurden bei Verkehrsunfällen auf dem Weg zur Schule oder auf dem Heimweg von der Schule vier Kinder im Alter unter 15 Jahren verletzt, zwei davon schwer. „Die Polizei wird auch in Zukunft in der Oberlausitz ihre Kontrollen vor Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen fortsetzen“, kündigt Knaup an.

Riskanter Transport auf der Autobahn

Weißenberg. Eine Havarie im Tunnel Königshainer Berge haben Autobahnpolizisten möglicherweise am Mittwochnachmittag verhindert. Ihnen war auf dem Parkplatz Löbauer Wasser bei der Kontrolle eines Sattelzuges aufgefallen, dass das Fahrzeug samt Ladung viel zu hoch war. Der Laster hatte auf dem Auflieger unter dem aufgeschobenen Dach eine weitere Sattelzugmaschine geladen. Sie überragte die zulässige Vier-Meter-Höhe um eine halben Meter. So wäre das Gespann im Autobahntunnel Königshainer Berge möglicherweise an einem der Lüfter hängengeblieben. Zudem war der Auflieger in verkehrsunsicherem Zustand. Die Verkehrspolizisten untersagten dem 35-jährigen Fahrer die Weiterreise. Die Bußgeldstelle der Landesdirektion wird sich mit dem Fall befassen.

Qualmender Transporter auf der A 4

Uhyst. Ein qualmender Kleintransporter auf dem Standstreifen der Autobahn zwischen den Abfahrten Uhyst und Burkau sorgte am Mittwochnachmittag für Aufregung. Von anderen Fahrern alarmiert, eilten Polizei und Feuerwehr zu dem Fahrzeug. Es konnte Entwarnung gegeben werden, der Transporter brannte nicht. Ursache für den Qualm war ein technischer Defekt. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

Aufregung im Asylheim

Bautzen. Ohne Ergebnis ist am Mittwoch die Suche nach Waffen in einem Zimmer des Asylheims in der Flinzstraße verlaufen. Ein 20-jähriger Bautzener hatte bei der Polizei vorgesprochen und behauptet, dass ein gleichaltriger Libyer im Besitz von Schuss- und Stichwaffen sei. Ähnliche Informationen kursierten bereits seit Wochen in sozialen Netzwerken, auch auf der Präsenz einer Gruppe junger Bautzener. Nach Prüfung der Kriminalpolizei hatten sich die im Internet kursierenden Informationen nicht bestätigt. Auch die Kontrolle in dem Zimmer des 20-Jährigen brachte kein anderes Ergebnis: Der Mann ist nicht im Besitz von Schuss- oder Stichwaffen.

Gestohlenen Transporter gefunden

Brauna/Kamenz. Ein am Sonnabend in Kamenz gestohlener Lieferwagen ist wieder da. Mittwochmittag meldete sich ein Spaziergänger bei der Polizei. Der Mann hatte in einem Wald am Vogelberg bei Brauna den weißen Ford Transit ohne Kennzeichen entdeckt. Eine Streife des Kamenzer Reviers prüfte die Information. Schnell stellte sich heraus, dass der Lieferwagen am vergangenen Wochenende bei einem Einbruch am Schwarzen Weg in Kamenz verschwunden war. Die Beamten informierten den Eigentümer des Fords, der seinen Wagen abholte. Zuvor sicherte ein Kriminaltechniker Spuren in dem Transporter, die Untersuchungen der Kriminalpolizei dauern an.

Betrunkener baut Unfall

Radeberg. Auf dem Heck eines Kia ist Mittwoch früh ein Volkswagen in Feldschlößchen gelandet. Der Unfall geschah auf der Radeberger Straße, als die 55-jährige Kia-Fahrerin verkehrsbedingt bremste. Der 70-jährige VW-Fahrer und seine drei Jahre jüngere Beifahrerin wurden leicht verletzt. Wie sich bei der Unfallaufnahme herausstellte, war der Senior nicht mehr fahrtauglich. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 1,7 Promille. Die Polizisten veranlassten eine Blutentnahme und behielten die Fahrerlaubnis des 70-Jährigen ein. Die Staatsanwaltschaft wird sich mit der Gefährdung des Straßenverkehrs befassen.

Raser erwischt

Malschwitz. 19-mal hat es am Mittwochvormittag in Doberschütz geblitzt. Binnen fünfeinhalb Stunden fuhren rund 400 Fahrzeuge Richtung Malschwitz an der Bushaltestelle im Ort vorbei. Dort gilt wie üblich Tempo 50. Ein VW T 5 wurde mit 77 Kilometern pro Stunde gemessen. Für die Überschreitung sieht der ein Bußgeldkatalog von 100 Euro sowie einen Punkt in Flensburg vor.

1 / 7