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Sachsen

Polizei löst rechte Veranstaltung auf

Eigentlich wollten ein paar Dutzend Neonazis im Vogtland gemeinsam einen musikalischen Abend verbringen. Doch lange feiern konnten sie nicht.   

© Symbolbild: Rene Meinig

Die sächsische Polizei hat am Freitagabend eine rechtsextreme Musikveranstaltung in der zur Stadt Markneukirchen zählenden Gemeinde Erlbach beendet. Die Behörden hatten den Ort der als privat getarnten Veranstaltung erst am Freitagabend ausfindig machen können.

Zwickauer Beamte waren gemeinsam mit Vertretern des Landratsamts Vogtlandkreis, dem Bürgermeister Markneukirchens und Bereitschaftspolizisten aus Chemnitz vor Ort und lösten das rechte Treffen um exakt 22.12 Uhr auf. Zuvor waren bei einer Prüfung der Örtlichkeiten erhebliche „ordnungspolizeiliche Mängel“ festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizeidirektion Zwickau. Damit sind im Amtsdeutsch Defizite am Brandschutz- oder Fluchtwege-Vorschriften gemeint.

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Nach dem amtlich angeordneten Zapfenstreich verließen zunächst  allerdings nur wenige der 45 rechten Musikfreunde den Veranstaltungsort. Weil sich der Großteil der Teilnehmer extrem viel Zeit ließ, erteilten die Polizeikräfte schließlich Platzverweise. Und auch Strafanzeigen wurden geschrieben, denn einer der Rechten hatte nicht nur Kleidung mit Kennzeichen von verfassungswidrigen Organisationen an, sondern beleidigte zudem mehrfach die Einsatzkräfte.

Insgesamt bekamen die Neonazis im Vogtland eine 1:1-Betreuung, denn den 45 Veranstaltungsteilnehmern stand die gleiche Anzahl Polizisten gegenüber. (SZ/mja)