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Politik

Polizei räumt Potsdamer Platz 

Bis zum Morgen verharren Demonstranten von Extinction Rebellion am Potsdamer Platz - am Morgen geht die friedliche Räumung weiter.

Polizisten tragen die Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" beim Auftakt ihrer Aktionswoche vom Potsdamer Platz weg.
Polizisten tragen die Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" beim Auftakt ihrer Aktionswoche vom Potsdamer Platz weg. © Christophe Gateau/dpa

Berlin. Trotz Kälte und Regen haben Anhänger der Bewegung Extinction Rebellion in Berlin ihre Klimaproteste über Nacht und am Dienstagmorgen fortgesetzt. Die Polizei setzte nach eigenen Angaben in den frühen Morgenstunden die Räumung des Potsdamer Platzes fort, wo Demonstranten seit Montag ausharrten. Am Abend hatten die Beamten die Räumung zunächst abgebrochen.

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Am Dienstagvormittag waren bei starkem Regen nur noch wenige Aktivisten etwa an Fahrzeugen angekettet, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Sie wurden nach und nach von Einsatzkräften befreit und weggetragen. Die Räumung lief nach Angaben der Reporterin friedlich ab. Weitere Demonstranten standen hinter einer Absperrung und stimmten Gesänge an. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe waren im Einsatz, Decken und Matratzen wurden von der Straße getragen. Für den Verkehr blieb der Potsdamer Platz weiträumig gesperrt. 

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Zuvor hatte die Polizei die Demonstranten nach eigenen Angaben aufgefordert, die Kreuzung zu verlassen. "Den Personen, die auf den Straßen bleiben, werden Platzverweise ausgesprochen", hatte eine Sprecherin der Polizei am Morgen gesagt. Die meisten Demonstranten seien der Aufforderung nachgekommen.

Auch an der Siegessäule hatten Demonstranten über Nacht ausgeharrt. Dort sei man zum weiteren Vorgehen in Gesprächen mit Verantwortlichen der Bewegung, hatte die Polizeisprecherin am frühen Morgen gesagt. Man konzentriere sich derzeit aber auf den Potsdamer Platz. Die Verkehrsinformationszentrale bat ortskundige Autofahrer wegen der Sperrungen die beiden Protestorte in Berlin weiträumig zu umfahren.

Extinction Rebellion hat für die ganze Woche Aktionen in der Hauptstadt angekündigt. Die Umweltschutzbewegung will in Berlin und anderen Großstädten in aller Welt auf eine drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. Extinction Rebellion (XR) heißt übersetzt etwa: Aufstand gegen das Aussterben. (dpa) 

Mit Blockaden und anderen Protestaktionen will die Umweltschutzbewegung weltweit in zahlreichen Großstädten auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. 
Mit Blockaden und anderen Protestaktionen will die Umweltschutzbewegung weltweit in zahlreichen Großstädten auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen.  © Paul Zinken/dpa