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Polizei stoppt grausame Tiertransporte

Beamte prüften in den letzten drei Tagen an der A4 verschiedene Tiertransporte. Die Bilanz sieht erschreckend aus.

© Polizei

Lichtenau/A4. Beamte der Chemnitzer Verkehrspolizei führten in den vergangenen drei Tagen an der Rastanlage „Auerswalder Blick“, Richtungsfahrbahn Eisenach, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Mittelsachsen Tiertransportkontrollen durch.

Zu eng: Die ausgewachsenen Tiere wurden trotz nicht ausreichender Höhe im Anhänger auf zwei Ebenen geladen.
Zu eng: Die ausgewachsenen Tiere wurden trotz nicht ausreichender Höhe im Anhänger auf zwei Ebenen geladen. © Polizei
Blutige Wunden: Durch das Scheuern am Dach verletzten sich die Tiere.
Blutige Wunden: Durch das Scheuern am Dach verletzten sich die Tiere. © Polizei
Keine Luft: Die Tiere haben keinen Platz und keine Luft zum Atmen in dem Anhänger.
Keine Luft: Die Tiere haben keinen Platz und keine Luft zum Atmen in dem Anhänger. © Polizei
Geleit zum Ziel: Den Tieren wurde ein Umladen erspart. Die Kontrolleure entschieden sich, den Transporter so schnell wie möglich zum nahen Zielort zu geleiten.
Geleit zum Ziel: Den Tieren wurde ein Umladen erspart. Die Kontrolleure entschieden sich, den Transporter so schnell wie möglich zum nahen Zielort zu geleiten. © Polizei

In der Bilanz stehen rund 40 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die sich sowohl gegen die kontrollierten Fahrer, die Fuhrunternehmer als auch die Verlader richten.

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Am Dienstag kontrollierten die Beamten vier Tiertransporte und mussten nach Feststellungen acht Anzeigen wegen Verstößen gegen die Tierschutztransportverordnung sowie eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Fahrpersonalgesetz fertigen.

Allein am Mittwoch wurden insgesamt acht Fahrzeuge kontrolliert, von denen es bei der Hälfte Beanstandungen gab. Festgestellt wurden Verstöße gegen das Transportrecht sowie gegen den Tierschutz. Hervorzuheben ist ein Lkw mit Anhänger der Kühe geladen hatte. Die Luftklappen an den Seiten waren geschlossen, die Belüftung ausgeschaltet und die ausgewachsenen Tiere trotz nicht ausreichender Höhe teils auf zwei Ebenen geladen. Mehrere auf der Ladefläche befindliche Tiere lagen zum Zeitpunkt der Kontrolle bereits röchelnd am Boden. Einige Tiere wiesen durch das Scheuern am Dach blutige Wunden am Rücken auf. Die Kontrolleure entschlossen sich, statt umzuladen den Transport schnellstmöglich zum nahen Zielort zu geleiten.

Bis gegen 13.30 Uhr kontrollierten die Beamten am Donnerstag fünf Tiertransporte. Dabei wurden Beanstandungen bei vier der fünf Fahrzeuge festgestellt. Es gab Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz sowie die Tierschutztransportverordnung (zu viele Tiere geladen). (DA)