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Polizei sucht an Autobahn nach Rebecca

Seit fast genau einem Monat ist die 15-Jährige verschwunden. Bringt eine Suche entlang der A 12 den Ermittlern der Berliner Mordkommission neue Erkenntnisse?  

© imago/Pacific Press Agency (Symbolbild)

Berlin. Fast genau einen Monat nach dem Verschwinden der 15-jährigen Berliner Schülerin Rebecca hat die Polizei systematisch entlang der Autobahn in Richtung Polen nach Spuren gesucht. Einsatzkräfte wollten am Samstag an den Anschlussstellen der A12 zwischen Friedersdorf und Frankfurt (Oder) Personensuchhunde einsetzen, um zu prüfen, ob diese Spuren aufnehmen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, verlagerten die Einsatzkräfte am Nachmittag ihre Arbeit auf eine Landstraße bei Fürstenwalde-West. "Irgendwas werden die Hunde gewittert haben." Es sei aber noch völlig unklar, worum es sich dabei handelt.

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Einen Monat ist es her, dass die 15-jährige Schülerin verschwand. Auch hunderte Hinweise führten bisher nicht zu dem Mädchen. Fragen und Antworten zu dem rätselhaften Fall.

Mit der Aktion wollte die Polizei offenbar herausfinden, wohin der tatverdächtige Schwager von Rebecca am Morgen von deren Verschwinden sowie am darauffolgenden Abend fuhr. Das Auto der Familie war zu den Zeiten auf der A12 von einem automatischen Kennzeichen-Erfassungssystem registriert worden. Diese Fahrten hatten den Verdacht gegen den 27 Jahre alten Deutschen erhärtet. "Zu beiden Fahrten kann er keine Angaben machen", sagte der zuständige Hauptkommissar Michael Hoffmann kürzlich in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst".

Die Brandenburger Autobahnpolizei sperrte für die Berliner Kollegen auf der Autobahn in Richtung Frankfurt (Oder) nach und nach kurzfristig die Abfahrten, erläuterte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Mario Heinemann. Dadurch sei es etwa an der Ausfahrt Storkow zu einem Stau von drei Kilometern Länge gekommen.

Die Berliner Polizei sprach von einem Einsatz mit circa zehn Kräften einer Einsatzhundertschaft, Ermittlern der Mordkommission, Kollegen der Brandenburger Polizei sowie drei Hunden. "Die Hunde sind sehr gut und merken trotz Witterungseinflüssen auch noch nach Wochen, ob jemand an einer Stelle vorbeigegangen oder -gefahren ist", erläuterte die Polizeisprecherin.

Die sogenannten Mantrailer werden normalerweise etwa mit einem Kleidungsstück des oder der Gesuchten mit dem individuellen Geruch vertraut gemacht. Bei Einsätzen nehmen sie den Geruch dann auch aus der Luft auf, nicht nur über Fährten am Boden. Ob die Polizei nun mit dem Geruch Rebeccas oder des Schwagers sucht, sagt die Behörde nicht.

Nachdem die Ermittler kürzlich die Bevölkerung gefragt hatten, wer den auffälligen himbeerroten Twingo gesehen hat, gingen Hunderte Hinweise ein. Daraufhin gab es mehrere Suchaktionen in Wäldern bei Storkow, nicht weit von der A12. Dabei waren Suchhunde im Einsatz, Kräfte nutzten zudem teils Spezialtechnik zur Untersuchung des Erdreichs. Erfolge wurden nicht bekannt.

Rebecca hatte sich am 18. Februar zuletzt im Haus ihrer Schwester und ihres Schwagers in Berlin-Britz aufgehalten. Sie kam an dem Morgen nicht zur Schule. Ermittler gehen davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht lebend verließ, sondern getötet wurde. Der Schwager sitzt in Untersuchungshaft. (dpa)