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Döbeln

Polizei zieht Tiertransporter aus dem Verkehr

Bei einer zweitägigen Kontrolle auf der A4 wurden 14 Laster, Sattelzüge und ein Kleintransporter kontrolliert. Nicht alle konnten weiterfahren.

Knapp 180 Ferkel mussten am Dienstag von einem Tiertransporter in ein zweites Fahrzeug umgeladen werden.
Knapp 180 Ferkel mussten am Dienstag von einem Tiertransporter in ein zweites Fahrzeug umgeladen werden. © PD Chemnitz

Lichtenau. Mit Schweinen, Hühnern und Kühen waren die Tiertransporter beladen, die Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz am Montag und Dienstag bei einer Kontrolle nah der A4 unter die Lupe genommen haben. 

Insgesamt 14 Fahrzeuge, darunter Laster, Sattelzüge und Kleintransporter, sind dafür von der Motorradstaffel der Polizei von der A4 geholt und ins Gewerbegebiet an der Sachsenstraße nach Lichtenau geführt worden. 

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Dort sahen sich die zehn beteiligten Beamten die Transporter in Hinblick auf die Tierschutztransport- sowie die Viehverkehrsordnung an. Unterstützung gab es bei der Kontrolle, die in dieser Form laut Andrzej Rydzik mehrmals im Jahr stattfinden, von Mitarbeitern des Veterinäramtes Mittelsachsen. 

Zu wenig Platz für zu viele Hühner

Rund 30 ausgewachsene Schweine zu viel hatte ein Laster dabei, der am Montag von den Polizisten kontrolliert worden war. Das Fahrzeug wurde von den Beamten aus dem Verkehr gezogen. 

Aufgefallen war der Polizei am selben Tag zudem ein Sattelzug, der Transportboxen mit Hühnern geladen hatte. "Ordnungswidrig war nicht nur, dass etwa 1.100 Hühner zu viel transportiert wurden.  Den Tieren stand auch deutlich zu wenig Platz in den einzelnen Boxen zur Verfügung", sagte der stellvertretende Sprecher der Polizeidirektion (PD) Chemnitz. Der Sattelzug war auf dem Weg nach Polen gewesen. 

Dieser Transporter ist mit knapp 1.100 Hühner zu viel beladen gewesen. 
Dieser Transporter ist mit knapp 1.100 Hühner zu viel beladen gewesen.  © PD Chemnitz
Die Tiere hatten aufgrund der Überladung zu wenig Platz in dem Sattelzug, der auf dem Weg nach Polen gewesen war. 
Die Tiere hatten aufgrund der Überladung zu wenig Platz in dem Sattelzug, der auf dem Weg nach Polen gewesen war.  © PD Chemnitz

180 Ferkel mussten umgeladen werden

Ein fast identischer Fall wurde von den Beamten am Dienstag aufgenommen. Bei einem weiteren Transporter, ebenfalls mit Geflügel beladen auch auf dem Weg nach Polen, stellten die Kontrolleure erneut zu viele Tiere in zu engen Boxen fest. "Der Sattelzug hätte somit aufgrund von rund 1.100 zu viel geladenen Tieren gar nicht losfahren dürfen", erklärte Rydzik. 

Überladen war auch ein Ferkel-Transporter, der ebenfalls am Dienstag kontrolliert worden war. Rund 180 Ferkel beziehungsweise mehr als sechs Tonnen zu viel Gewicht hatte der Fahrer des Sattelzuges dabei. Er durfte seine Fahrt auch nicht fortsetzen und musste von seinem Unternehmen einen zweiten Laster anfordern. Die Tiere sind schließlich im Gewerbegebiet umgeladen worden, so Rydzik. 

Weil ein Transporter mit Ferkeln überladen war, musste der Fahrer ein zweites Fahrzeug anfordern. Die Tiere wurden dann verladen. Nur so konnten die Transporter ihre Fahrt fortsetzen.
Weil ein Transporter mit Ferkeln überladen war, musste der Fahrer ein zweites Fahrzeug anfordern. Die Tiere wurden dann verladen. Nur so konnten die Transporter ihre Fahrt fortsetzen. © PD Chemnitz

60 Tiere zu viel hatte ein weiterer Sattelzug-Fahrer dabei, der auf dem Weg nach Rumänien gewesen war. Aufgrund der Überladung stand den Tieren zudem zu wenig Platz auf dem Sattelzug zur Verfügung.

Festgestellt wurden von den Beamten auch Verstöße gegen die Gesetze auf einem Transporter, der Kühe geladen hatte. Zwei der Tiere seien gesundheitlich bereits so beeinträchtigt gewesen, dass sie nicht mehr in der Lage waren, aufzustehen und somit fest lagen. 

Zu schnell, ohne Gurt, überladen

"Zu bilanzieren ist nach der zweitägigen Kontrolle, dass die Kontrolleure insgesamt 17 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen gegen die Tierschutztransport- und die Viehverkehrsverordnung erstattet haben", fasste der stellvertretende Polizeisprecher die Ergebnisse zusammen. 

Aber auch gegen weitere Verordnungen haben einige Fahrer verstoßen. So wurde in 36 Fällen zum Beispiel geahndet, dass die Fahrer nicht angeschnallt, die Transporter überladen gewesen oder die Fahrzeuge zu schnell gefahren sind. 

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