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Polizei warnt vor Wildunfällen

Die Zahl der Wildunfälle im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz nimmt zu. Die Jäger sind bereits vermehrt im Einsatz.

© Symbolbild/dpa

Von Maria Fricke

Mittelsachsen. Gleich mehrere Wildunfälle vermeldeten die Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz am Donnerstag für einen Zeitraum von 24 Stunden im Landkreis Mittelsachsen. So war am Mittwoch gegen 22.35 Uhr ein Wildschein auf die Nossener Straße (B 101) kurz vor dem Ortseingang Obergruna auf die Straße gerannt. Der Fahrer eines BMW hatte den Zusammenstoß nicht mehr verhindern können, berichtete Polizeisprecher Andrzej Rydzik. An dem Auto entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 2 000 Euro. Nahe Penig hatte ein 53-Jähriger mit seinem Mercedes einen Fuchs und einen Waschbären erwischt. Auch sein Auto wurde beschädigt. Auf dem Weg Richtung Hainichen versuchte ein 39-Jähriger mit seinem Smart zwei Dachsen auszuweichen, ohne Erfolg. An seinem Auto entstand ein Sachschaden von fast 1 000 Euro.

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Ursache für die vermehrten Unfälle ist der Beginn der dunklen Jahreszeit. Insbesondere in den Morgen- und Abendstunden ist wieder mehr Wild auf den Straßen unterwegs. Doch auch am Tag besteht die Gefahr, dass Wildtiere plötzlich die Fahrbahn kreuzen. Grund dafür könnte unter anderem die Maisernte sein, die mittlerweile auch im Altkreis begonnen hat. Die 1,5 bis 2,5 Meter hohen Pflanzen haben in den vergangenen Wochen zahlreichen Wildtieren Schutz geboten. Diese werden durch die Ernte nun aufgeschreckt und könnten auf die Straße laufen. Darauf macht Mario Tröger, der Sprecher des Kreisjagdverbandes Döbeln, aufmerksam. Er bittet Verkehrsteilnehmer daher um erhöhte Wachsamkeit. Auf einigen Feldern sind die Jäger mit vor Ort, um aufgeschrecktes Wild gleich zu schießen. Ziel ist es, den Bestand an Wildtieren auf einem angemessen Niveau zu halten. Das kommt auch den Landwirten zu Gute, an deren Ertrag die Tiere mitunter Schaden anrichten.

Tipps der Polizei

Autofahrer sollten vor allem am Morgen und am Abend jederzeit mit plötzlichem Wildwechsel, vor allem in der Nähe von Feldern und Wäldern, rechnen. Gerade in der Dunkelheit raten die Beamten zu einer angemessenen Geschwindigkeit.

Steht das Wild im Scheinwerferlicht, so empfiehlt die Polizei, das Lenkrad festzuhalten, abzubremsen und die Scheinwerfer abzublenden. Sonst bleiben die Tiere meist erstarrt stehen.

Ist ein Ausweichen unmöglich, dürfen Kraftfahrer keinesfalls versuchen, ruckartig auszuweichen. Die Gefahr, dabei die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, ist groß. Die Polizei rät: Lenkrad mit beiden Händen festhalten, Bremspedal durchtreten, Körperspannung aufbauen und sich auf den Zusammenprall einstellen.

Nach dem Unfall sollte die 110 verständig werden. Die Unfallstelle ist mit einem Warndreieck zu sichern. Zudem sind die Warnblinker anzuschalten. Steigt der Fahrer aus, benötigt er eine Warnweste.

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