merken

Polizei verordnet „Stop and Go“ auf der A 17

Zwei Baustellen behindern derzeit den Autobahnverkehr auf der A 17. Jetzt müssen Staus in den Tunneln vermieden werden.

© Archiv SZ

Von Christoph Springer

Wilsdruff/Dresden. Dunkelrote Striche auf der Internet-Straßenkarte bedeuten, dass die Autos nur stockend vorankommen. Solche Striche sind auf der A 4 westlich von Dresden seit Anfang der Woche immer wieder zu sehen: am Dreieck Dresden-West und auf dem Abschnitt zwischen der Raststätte Dresdner Tor und der Anschlussstelle in Wilsdruff.

UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand

Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

Grund dafür sind die Bauarbeiten an dem Dreieck und nahe Wilsdruff. Auch auf der A 17 Richtung Norden staut sich der Verkehr, dort musste am Montag und am Dienstag sogar die Polizei eingreifen. Blockabfertigung heißt das System, mit dem die Beamten den Verkehrsfluss geregelt haben. Es bedeutet, dass die Autoschlange nach und nach in Blöcken durchgelassen wird. Damit sollte vermieden werden, dass sie sich bis in die A-17-Tunnel bei Altfranken, Dölzschen und Coschütz zurückstauen. Isabel Siebert, die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt und Verkehr (Lasuv) erklärte das mit der Sicherheit in den Tunneln. Sie rechnet damit, dass die Autofahrer dort auch in den kommenden Tagen Geduld brauchen. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein solches Eingreifen in den Spitzenverkehrszeiten auch wiederholt notwendig werden kann, solange wir auf der A 4 die Baustelle haben.“ Das bedeutet, bis Ende Juni könnte es so weitergehen. Es sei denn, die Autofahrer gewöhnen sich daran, dass sie am Dreieck Dresden-West und bis zu der Brückenbaustelle bei Wilsdruff grundsätzlich langsamer fahren müssen. Dann brauchen sie für diesen Abschnitt zwar mehr Zeit als bei freier Fahrt ohne die zwei Baustellen, kommen dafür aber kontinuierlich voran.

Auf dem Autobahndreieck wird die Betonfahrbahn durch Asphalt ersetzt. Diese Arbeiten dauern bis Ende Oktober. Sie gehören zu einem mehrjährigen Sanierungsprojekt für die A 4, in dessen Rahmen 2017 der Abschnitt zwischen Dresden-Neustadt und Dresden-Altstadt repariert wurde, und kosten rund 8,7 Millionen Euro.

Nahe der Autobahnabfahrt Wilsdruff wird an der Brücke über das Saubachtal gearbeitet. Dort sind Metallteile im Unterbau kaputt gegangen. Sie müssen komplett ersetzt werden. Das übernimmt die Firma, die die Brücke gebaut hat. Es handelt sich um Garantiearbeiten, die nicht extra bezahlt werden müssen. Diese Bauarbeiten sollen am 30. Juni enden, am Sonnabend nach dem letzten Schultag vor den Sommerferien. Klappt das nicht, droht ein großer Stau im Ferienreiseverkehr auf der A4.