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A4: Brummi-Fahrer stellt sich selbst

Der Mann hat sich bei der Bundespolizei in Ludwigsdorf gemeldet. Es war nicht der einzige Fahndungserfolg der Beamten.

Symolbild
Symolbild © Paul Zinken/dpa

Die Bundespolizei hat bei Fahndungskontrollen auf oder entlang der A4 am Mittwoch mehrere Verstöße festgestellt, weil Führerschein oder Versicherungsschutz fehlten.

In einem Fall stellte sich ein polnischer Brummi-Fahrer mehr oder weniger aus Versehen selbst, wie sie mitteilt. Er stand am Nachmittag plötzlich vor der Ludwigsdorfer Dienststelle und teilte mit, er stehe mit seinem Lkw auf dem Rastplatz An der Neiße. Nun wolle er sich erkundigen, ob er Probleme in Deutschland zu befürchten hätte, so der 28-Jährige. Die Beamten taten dem Mann den Gefallen und schauten in ihrem Fahndungscomputer nach. "Tatsächlich hatte das Amtsgericht Buxtehude vor fast zwei Jahren die Einziehung seiner Fahrerlaubnis angeordnet", so die Bundespolizei. Damit war die Fahrt für ihn so oder so zu Ende.

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Bei Kodersdorf ertappten die Beamten einen 32-Jährigen in einem polnischen VW Golf, obwohl gegen ihn zwei aktuelle Fahrerlaubnissperren vorliegen. Das Amtsgericht Jena ordnete eine bis Juni 2021, das Amtsgericht Eschwege bis November 2021 an. Entsprechende Sperren der Amtsgerichte Köln und Bergheim waren inzwischen entfristet. Die Polizisten untersagten dem Polen die Weiterfahrt.

Fast zeitgleich lotsten Beamte bei Nieder Seifersdorf einen BMW aus Kaiserslautern von der Fahrbahn. Am Steuer saß ein Rumäne, der lediglich im Besitz eines ukrainischen Führerscheines war. Der Schein war zwar gültig, der 26-Jährige hätte das Dokument aber zu einem nationalen deutschen Führerschein umschreiben lassen müssen, erklärt die Bundespolizei. Der Grund: Er wohnt schon länger als sechs Monate in Deutschland.

Auf dem Rastplatz Wiesaer Forst stoppten die Polizisten gegen Mittag einen Audi aus Offenbach. Der Grund dafür war eine Fahndungsnotiz zur sogenannten Zwangsentstempelung. Der 27-jährige Audi-Fahrer aus Polen erklärte dazu, sein Versicherungsvertrag sei zum 6. Januar 2021 abgelaufen. Er wäre nun unterwegs, um seine Versicherungsprämie zu bezahlen. Die Beamten stellten die Zulassungsbescheinigung sicher und entfernten die Zulassungsplaketten auf dem Kennzeichen. (SZ)

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