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Zittau

Diebe bauen Unfall bei Verfolgungsjagd

Die Polizei hat in Zittau einen Audi kontrollieren wollen. Der Fahrer drehte Richtung Polen um - und gab Gas. Das war für einen Beamten besonders gefährlich.

Der Audi kam wegen der Glätte von der Straße ab und landete in einem Grundstück.
Der Audi kam wegen der Glätte von der Straße ab und landete in einem Grundstück. © Bundespolizei

Diebe haben bei ihrer Verfolgungsjagd durch die Polizei von Zittau nach Sieniawka am Sonnabend (Kleinschönau) einen Unfall gebaut. Gegen 1.40 Uhr beobachteten die Beamten der Gemeinsamen Einsatzgruppe Oberlausitz einen Audi, der aus Polen kommend über die B178 nach Deutschland einreiste und in Richtung Weinau fuhr. Dort wollten sie das Fahrzeug samt Insassen kontrollieren. Doch der Fahrer im Audi gab stattdessen Gas und drehte wieder in Richtung Polen um.

Eine weitere Streife wollte die Flucht mittels Stopstick unterbinden und postierte sich auf der B178. Dies bemerkte der Fahrer und flüchtete weiter durch den angrenzenden Straßengraben. "Dass es dabei nicht zu einer Verletzung der eingesetzten Beamten kam, gleicht einem Wunder", so Ronny Probst von der Bundespolizei. Schließlich stand dort ein Beamter, der sich nur mit einem Sprung auf die angrenzende Böschung retten konnte.

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Der Audi fuhr weiter in Richtung Sieniawka, wo er letztlich wegen der Glätte von der Straße abkam und in einem Grundstück landete. Der 20-jährige polnische Beifahrer konnte durch die nacheilenden Beamten gestellt werden.

Im Koffer- und Innenraum befanden sich mehrere Kisten Schokolade und Mandeln. "Die stahlen die Täter kurz zuvor aus einem im Gewerbegebiet abgestellten Lkw", berichtet der Bundespolizei-Sprecher. Die eintreffende polnische Polizei übernahm den Täter und Audi. Der Lkw-Fahrer erhielt das Diebesgut zurück und die Landespolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Mehrere Kisten Schokolade und Mandeln lagen im Kofferaum des Audi.
Mehrere Kisten Schokolade und Mandeln lagen im Kofferaum des Audi. © Bundespolizei

Bereits am Sonnabend gegen 0.20 Uhr kontrollierten die Beamten in Oderwitz einen Opel. Während der Kontrolle des 38-jährigen deutschen Fahrers bemerkten die Beamten Alkoholgeruch im Fahrzeug. Er gab auch zu, Alkohol getrunken zu haben, so Ronny Probst. Der durchgeführte Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,04 Promille und der 38-Jährige muss sich nun wegen des Führens eines Kfz unter Alkoholeinfluss verantworten. (SZ)

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