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Corona: Nur noch knapp 300 stille Protestler

An der B96 haben am Sonntag rund ein Viertel weniger Kritiker der Corona-Maßnahmen gestanden als vorige Woche. Heraus ragen Oppach - und Reichsflaggen.

Beim wöchentlichen Protest gegen die Corona-Maßnahmen an der B96 sind vornehmlich Reichsflaggen zu sehen, wie hier in Oppach.
Beim wöchentlichen Protest gegen die Corona-Maßnahmen an der B96 sind vornehmlich Reichsflaggen zu sehen, wie hier in Oppach. © Matthias Weber/photoweber.de

Deutlich zurückgegangen sind die Teilnehmerzahlen am wöchentlichen "stillen Protest" entlang der B96. Demnach zählte die Polizei am Sonntag noch 297 Demonstranten.

Und das, nachdem eine Woche zuvor noch fast die diesjährige Rekordzahl erreicht werden konnte. Die datiert vom 11. April. Damals zählten die Beamten im Revierbereich Zittau-Oberland über 400 Demonstranten. Danach schwankte die Zahl im 300er Bereich. Am Sonntag vor zwei Wochen kamen dabei in Oppach so viele Menschen zusammen wie noch nie dieses Jahr - dort standen 222 der 365 Kritiker.

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Die Oberland-Gemeinde gilt jede Woche als Hotspot der Kritiker. Dieses Mal versammelten sich nur noch 115 Menschen an der B96. Das waren auch erstmals weniger, als in den Revierbereichen Bautzen (126) und Hoyerswerda (0) zusammen.

Hinter Oppach folgten Eibau (47), Oderwitz (47), Ebersbach (37), Zittau (17), Neusalza-Spremberg (15), Mittelherwigsdorf (14) und Friedersdorf (5). Als Flaggen vertreten waren insbesondere das Deutsche Reich (35), Sachsen (21) und Oberlausitz (18). Darüber hinaus waren als Länder die nicht mehr existierende UdSSR, Russland, USA, Deutschland und Schweden vertreten, ebenso wie die Region Schlesien. Hinzu kamen Wirmer- und Weltfriedensfahne. Auf einem Plakat in Ebersbach stand "Kritischer Steuerzahler", in Eibau entdeckten die Beamten gleich mehrere. Darauf war zu lesen: "Nein zur Impflicht", "Angst frisst Hirn", "Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht", "Alle Macht geht vom Volke aus", "Wir fordern unsere Freiheit" und "Gebt unseren Kindern ihr Leben zurück". Strafrechtliches konnten die Beamten nicht entdecken, dafür wieder viele Ordnungswidrigkeiten.

So trugen die meisten Teilnehmer keinen Mund-Nasen-Schutz, nur ein Teil hielt die Mindestabstände ein, wie Polizeisprecher Sebastian Ulbrich berichtet. Nach der Corona-Schutz-Verordnung sind das Verstöße. Die Beamten dokumentierten diese, brachten diese jedoch nicht zur Anzeige - mangels ausreichender Einsatzkräfte.

In der Gesamtzahl von 297 Teilnehmern inbegriffen ist die Demo an der Dresdner Straße (B96) in Zittau zum Thema "Wahrung unserer Grundrechte", für die jedoch eine Anmeldung vorliegt. Dort gab's keinerlei Verstöße. Am Ende erstatteten die Beamten im Landkreis Görlitz wie jede Woche eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

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