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Corona: "Stiller" Rekord-Protest in Oppach

An der B96 schwankt die Zahl der Kritiker an den Corona-Maßnahmen immer wieder, in der Oberland-Gemeinde ist sie so hoch wie noch nie dieses Jahr.

Der Protest gegen die Corona-Maßnahmen ist an der B96 in Oppach schon immer am größten - wie hier am 11. April. Am jüngsten Sonntag gab's eine neue Rekord-Teilnehmerzahl.
Der Protest gegen die Corona-Maßnahmen ist an der B96 in Oppach schon immer am größten - wie hier am 11. April. Am jüngsten Sonntag gab's eine neue Rekord-Teilnehmerzahl. © Matthias Weber/photoweber.de

Der sich jeden Sonntagvormittag wiederholende "Stille Protest" gegen die Corona-Maßnahmen entlang der B96 hat in Oppach zu einer neuen Rekord-Teilnehmerzahl geführt. Allein dort zählte die Polizei dieses Mal 222 Menschen - so viel wie noch nie dieses Jahr. Damit standen in der Oberland-Gemeinde mehr Menschen an der Straße, als in den restlichen Orten des Revierbereichs Zittau-Oberland (143), Bautzen (106) und Hoyerswerda (3).

Die meisten Teilnehmer haben am 11. April an der B96 gestanden. Damals zählten die Beamten im Revierbereich Zittau-Oberland über 400 Demonstranten. Danach war die Zahl wieder rückläufig, lag vorigen Sonntag bei 351. Dieses Mal kamen mit 365 wieder etwas mehr. Ein Großteil habe sich nicht daran gehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, berichtet Polizeisprecher Sebastian Ulbrich. Ein Bild, wie die Beamten es seit Wochen vorfinden. Zwar dokumentieren sie die Verstöße, ahnden diese jedoch nicht - dazu sind zu wenig im Einsatz.

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Während Oppach stets die meisten "Stillen Protestler" hat, tauschen die Orte dahinter immer mal die Plätze. Dieses Mal folgen zuerst Ebersbach (37), anschließend Eibau (30), Oderwitz (26), Zittau (18), Mittelherwigsdorf (15), Neusalza-Spremberg (12) und Friedersdorf (5). Als Flaggen vertreten waren das Deutsche Reich, Deutschland, Sachsen, Schlesien, USA und erstmals Tschechien. Hinzu kamen einige Fantasiefahnen. Auf einer in Eibau war "Meine Gedanken sind frei", auf einer anderen "Widerstand lässt sich nicht verbieten" zu lesen. In dem Ort hatten einige Teilnehmer auch Plakate dabei, auf denen stand "Nein zur Impferpressung", "Kritischer Steuerzahler", "Hände weg von unseren Kindern" und "Merkel muss weg". Strafrechtlich war nichts davon.

Die Demo an der Dresdner Straße (B96) in Zittau zum Thema "Wahrung unserer Grundrechte" war wie jeden Sonntag im Gegensatz zu den Protesten in den anderen Orten angemeldet. "Dort hielten sich die Teilnehmer an die Corona-Regeln, es blieb alles friedlich", sagt Sebastian Ulbrich. So erstatteten die Beamten im Landkreis Görlitz am Ende eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

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