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Zittau

Corona: So verliefen die Demos zu Pfingsten

Ob die Spaziergänger in Zittau, die Kritiker aus Neugersdorf oder die stillen Protestler an der B96 - überall sind die Teilnehmerzahlen rückläufig.

Bei den Ring-Spaziergängen in Zittau (hier ein Archivbild) laufen von Woche zu Woche weniger Menschen mit.
Bei den Ring-Spaziergängen in Zittau (hier ein Archivbild) laufen von Woche zu Woche weniger Menschen mit. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Mit der rückläufigen Inzidenz im Landkreis Görlitz und den damit verbundenen Lockerungen scheint auch die Gesamtzahl der Kritiker der Corona-Maßnahmen rückläufig zu sein, die sich allwöchentlich zu Protesten in der Region Löbau-Zittau versammeln. Das geht aus der Polizei-Statistik hervor.

So lag beispielsweise die Teilnehmerzahl zum Spaziergang um den Stadtring in Zittau am Sonntag unter den der Vorwoche - ohne dieses Mal genaue Zahlen nennen zu können. "Die Menschen bewegten sich in allerhand Kleingruppen entlang der etwa zweieinhalb Kilometer langen Strecke und hielten untereinander Abstände von bis zu fünf Metern", berichtet die Polizei. Ein erhöhtes Infektionsrisiko konnte sie bis auf wenige Ausnahmen nicht feststellen. Doch wie schon bei den jüngsten Spaziergängen fehlte auch dieses Mal der Versammlungscharakter, deswegen schritten die Beamten nicht ein.

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Ebenfalls am Montagabend standen wieder Kritiker der Corona-Maßnahmen an der Hauptstraße in Neugersdorf - unangemeldet. Dieses Mal jedoch nur 35 statt 53 wie in der Woche zuvor. Sie hatten dieses Mal sechs Reichsflaggen sowie eine Sachsen- und Oberlausitzfahne dabei. "Die Anwesenden hielten sich zum größten Teil an den Mindestabstand", teilt die Polizei. Vier Teilnehmer trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung, konnten jedoch ein Attest zur Befreiung vorweisen. Die Beamten fertigten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Bereits am Nachmittag trafen sich 85 Teilnehmer zur angezeigten Versammlung der Pegida-Freunde auf dem Zittauer Markt. Sie hielten sich an die Auflagen der Versammlungsbehörde. Vier Personen konnte eine Befreiung zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes vorweisen, informiert die Polizei.

Und am Sonntagvormittag waren auch die "stillen Protestler" entlang der B96 zu finden. Doch erneut zählten die Beamten mit 267 Kritikern von Zittau bis Oppach weniger Teilnehmer als die Woche zuvor, wo noch knapp 300 demonstrierten. Eine Aufschlüsselung auf die Orte konnte die Polizei dieses Mal nicht liefern. Zum Vergleich: Im Revierbereich Bautzen kamen 104 zusammen, in Hoyerswerda keiner. Was sich nicht geändert hat: Ein Großteil der Teilnehmer trug keinen Mund-Nasen-Schutz. Die Polizisten dokumentierten die Verstöße, brachten diese aber nicht zur Anzeige - mangels ausreichender Einsatzkräfte. Dafür gab's wie immer eine wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gegen Unbekannt.

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