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Fake-Shops betrügen auch mit Paypal-Zahlungen

Für gewöhnlich lassen sich Fake-Shops das Geld vorab überweisen. Nun häufen sich aber Fälle, in denen der Betrug über das vermeintlich sichere Paypal läuft, warnen Polizei und Verbraucherschützer.

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Beim Online-Shopping bezahlt die deutsche Kundschaft meist mit Paypal. Das nutzen aber auch Betrüger aus.
Beim Online-Shopping bezahlt die deutsche Kundschaft meist mit Paypal. Das nutzen aber auch Betrüger aus. © dpa/Felix Kästle

Hamburg. Das Bezahlen mit Paypal stufen viele Verbraucherinnen und Verbraucher instinktiv als sicher ein, weil sie den Käuferschutz des Bezahldienstes kennen. Allerdings gilt dieser nicht für die Option "Geld an Freunde senden". Und das nutzen jüngst immer mehr Fake Shops aus, warnen Polizei und Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Fake-Shops bieten zur Zahlung einen Paypal-Link an, der so konfiguriert ist, dass neben dem Kaufbetrag auch die Option "Geld an Freunde senden" voreingestellt ist. Sie wird auch durch ein Geschenk-Symbol gekennzeichnet. Wer aber nicht genau hinschaut und mit dieser Option Geld überweist, sieht es nie wieder.

"Artikel oder Dienstleistung bezahlen" ist wichtig

Die Paypal-Option mit Käuferschutz heißt "Artikel oder Dienstleistung bezahlen". Nur wer damit zahlt, kann bei Problemen sein Geld zurückfordern.

Am besten ist es aber natürlich, gar nicht erst auf einen Fake-Shop hereinzufallen. Den vermeintlichen Händlern aus dem Weg gehen kann man oft schon dadurch, extrem günstige Angebote für beliebte und hochwertige Produkte direkt wegzuklicken.

Wer auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, vorab überwiesen oder die falsche Paypal-Option gewählt hat, sollte auf jeden Fall Anzeige bei der örtlichen Polizei erstatten. Weitere Tipps geben Verbraucherzentrale und Polizei auf ihren Webseiten.

Online-Shopper zahlen meist mit Paypal

Beim Online-Shopping bezahlt die deutschen Kundschaft meist mit Paypal. Der Online-Bezahldienst hat den Kauf auf Rechnung - die hierzulande seit Jahren führende Zahlungsart - im Jahr 2022 bei den Umsatzanteilen im E-Commerce erstmalig überholt, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Handelsforschungsinstituts EHI in Köln hervorgeht.

Insgesamt 29,6 Prozent der Online-Käufe wurden demnach mit Paypal bezahlt, eine weitere Steigerung gegenüber dem Vorjahr als der Anteil des Online-Bezahldienstes bei 28,2 Prozent lag. Der Kauf auf Rechnung, der im Vorjahr noch mit einem Anteil von 28,3 Prozent den Spitzenplatz im Ranking behauptet hatte, verlor dagegen deutlich an Bedeutung und fiel mit einem Anteil von 23,8 Prozent auf Rang zwei zurück.

An dritter Stelle der umsatzstärksten Zahlungsarten im E-Commerce lag das Lastschriftverfahren/Bankeinzug (20,9 Prozent) und an vierter Stelle die Kreditkarte (12,1 Prozent). Giropay, das gemeinsame digitale Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen, gehört zu den Aufsteigern des vergangenen Jahres und kletterte von 0,4 Prozent auf 1,6 Prozent. (dpa)