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Deutschland & Welt

Polizei sucht DHL-Erpresser

Ein Fahndungsfoto soll helfen, den Mann zu finden, der 2017 und 2018 in Brandenburg und Berlin mehrere Paketbomben per DHL verschickt haben soll.

Mit diesem Foto sucht die Polizei nach dem DHL-Erpresser.
Mit diesem Foto sucht die Polizei nach dem DHL-Erpresser. © Landeskriminalamt Brandenburg

Potsdam. Bei der Suche nach dem Erpresser, der den Paketzusteller DHL vor dreieinhalb Jahren mit Paketbomben um einen Millionenbetrag erpressen wollte, hat die Brandenburger Polizei ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht.

Die abgebildete Person werde als Tatverdächtiger in dem Ermittlungsverfahren gesucht, teilten die Staatsanwaltschaft Potsdam und das Polizeipräsidium Brandenburg am Freitag mit. In dem Fall ermittelt das Landeskriminalamt Brandenburg wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie der schweren räuberischen Erpressung. Für Hinweise ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Dem Tatverdächtigen werden vier explosive Sendungen in Brandenburg und Berlin zugerechnet, darunter ein Paket, das am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarktes abgegeben worden war.

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Das Foto ist nach Angaben der Ermittlungsbehörden am Abend des 22. Oktober 2020 gegen 18.45 Uhr von einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf in dem Berliner Stadtteil Friedrichshain aufgenommen worden. Sie gehen davon aus, dass es sich um den Verdächtigen handeln könnte. Der Mann sei etwa 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß und trage eine rote Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Polizei fragt, wer die Person kennt oder Angaben zum Aufenthaltsort machen kann.

Mehr als 1.000 Spuren ausgewertet

Am 1. Dezember 2017 war in einer Apotheke am Rande des Potsdamer Weihnachtsmarkts eine Paketbombe entdeckt worden, in der sich eine Sprengvorrichtung und Nägel befanden. Darin wurde auch ein als QR-Code verschlüsseltes Schreiben entdeckt, mit dem DHL um eine Millionensumme in Bitcoins erpresst wurde. Der Umsicht des Apothekers, der das Päckchen erhielt, war es mit zu verdanken, dass keine Menschen verletzt wurden. Er habe beim Öffnen ein Zischen gehört und bemerkt, "dass da so komische Drähte rausguckten", berichtete der Apotheker später. Daraufhin alarmierte er die Polizei.

Später stellte sich heraus, dass schon Anfang November 2017 eine erste explosive Sendung des DHL-Erpressers im Postzentrum Frankfurt (Oder) eingegangen war. Diese geriet beim Öffnen in Brand, wodurch auch das Erpresserschreiben zerstört wurde. Weitere explosive Sendungen gingen im Januar bei einer Berliner Bankfiliale und im April bei der Handwerkskammer in Berlin ein.

Die Sonderkommission "Quer" habe in den vergangenen dreieinhalb Jahren bislang mehr als 1.000 Spuren und Hinweise ausgewertet, hieß es in der Mitteilung. (dpa)

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