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Hubschrauber dröhnt erneut über Zittau

Viele Einwohner haben in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag den Flug über der Stadt wahrgenommen. Was war dieses Mal der Grund für den Einsatz?

Symbolbild
Symbolbild © Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild

Wieder einmal hat der Lärm eines Hubschraubers viele Zittauer aus dem Schlaf geholt oder zumindest die nächtliche Ruhe gestört. Kurz vor Mitternacht kreiste er über Zittau, blieb immer wieder in der Luft stehen und leuchtete mit Scheinwerfern auf den Boden.

Was war dieses Mal los? Aufschluss kann erneut die Bundespolizeiinspektion Ebersbach geben. Demnach war die Hubschrauber-Besatzung am Donnerstag zwischen 23 und 23.30 Uhr über Zittau geflogen, im Rahmen der Grenzüberwachung. Laut Sprecher Alfred Klaner unterstützte sie eine Streife, die gerade zu Fuß auf dem Bahnhofsgelände unterwegs war. "Der Hubschrauber leuchtete den Bereich aus", teilt er mit. Allerdings hätte sich kein Sachverhalt ergeben, weswegen die Besatzung anschließend weiterflog.

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Erst vor rund vier Wochen hat ein Hubschrauber-Einsatz schon einmal für Aufsehen gesorgt. Anlass war am 31. Mai die Kontrolle eines Seat auf der Gerhart-Hauptmann Straße in Zittau. Gegen 3.40 Uhr stoppten Beamte das überfüllte Fahrzeug. Am Steuer saß ein Deutscher. Neben und hinter ihm drei Erwachsene sowie zwei Kinder. Die fünf Personen führten jedoch keine Dokumente mit sich. Deshalb mussten alle zur Dienststelle kommen. Möglicherweise hat der Fahrer die Iraner über die Grenze gebracht, also eingeschleust. Allerdings sei das weiter offen, so Alfred Klaner.

Aufgrund des Verdachts hat die Bundespolizei kurz nach dem Aufgreifen einen Hubschrauber bestellt. Die Besatzung suchte nach weiteren Personen. Allerdings konnten im Stadt- und Grenzgebiet keine Verdächtigen mehr entdeckt werden.

Die Iraner haben inzwischen einen Asylantrag gestellt und kamen in die Erstaufnahme-Einrichtung nach Dresden. Sie seien gegen Bezahlung aus ihrem Heimatland eingeschleust worden.

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