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Corona: Rekordbeteiligung bei Demo an Zittauer Blumenuhr

Die Polizei hat 130 Teilnehmer gezählt - ein neuer Versammlungsort wird dringlicher. Die Demo war aber nur eine von drei Veranstaltungen am Montagabend.

An der Zittauer Blumenuhr treffen sich seit Wochen Kritiker der Corona-Maßnahmen. Doch inzwischen ist der Veranstaltungsort eher ungeeignet - aufgrund der Teilnehmerzahl.
An der Zittauer Blumenuhr treffen sich seit Wochen Kritiker der Corona-Maßnahmen. Doch inzwischen ist der Veranstaltungsort eher ungeeignet - aufgrund der Teilnehmerzahl. © Matthias Weber/photoweber.de

Zur angemeldeten Demo der Kritiker der Corona-Maßnahmen an der Blumenuhr in Zittau am Montagabend sind so viele Menschen wie noch nie gekommen. So zählte die Polizei erstmals 130 Teilnehmer - und damit einige mehr als die Wochen zuvor.

Durch die erreichte Größe wird der jetzige Versammlungsort immer mehr infrage gestellt. "Nach Rücksprache mit der Polizei ist eine Verlegung sinnvoll, da die Zahl der Teilnehmenden steigt", teilt Julia Bjar vom Landratsamt mit. Dazu habe der Veranstalter - Burkhard Scholz aus Mittelherwigsdorf - bereits angegeben, mehr Redebeiträge zuzulassen und die Demo insgesamt größer zu gestalten. "Wir sind hier in enger Absprache, ob die Verlegung auf den Ottokarplatz möglich ist." Dort soll die Veranstaltung vor der Schauburg laufen. Dies könne aber nur mit dem Versammlungsleiter geklärt werden, so Julia Bjar. Aufgrund der Corona-Schutz-Verordnung gibt's zumindest derzeit keine Auflagen.

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An der Blumenuhr hörten die Teilnehmer dieses Mal vier Redebeiträge und bekamen Handzettel mit aktuellen Statistiken. Eine Woche zuvor bekamen Interessierte Wahlwerbung für "Die Basis", die voriges Jahr im Sommer im Umfeld von Demos gegen die Corona-Maßnahmen entstand. Die Veranstaltung endete nach rund einer dreiviertel Stunde - wie immer mit dem Lied "Die Gedanken sind frei".

Etwa zeitgleich startete die angemeldete Demo auf dem Marktplatz in Zittau durch 21 "Freunde von Pegida", die sich zuletzt in ähnlicher Zahl vor einem Monat dort trafen. Mit dabei: Deutschland-Fahnen. Auf den Plakaten der Teilnehmer stand neben "Freunde von Pegida" auch "Gegen Impf-Apartheid". Nach mehreren Redebeiträgen zogen die Teilnehmer durch das Stadtgebiet und kamen schließlich wieder auf dem Marktplatz an. Dort endete die Demo nach einer Stunde.

An der Hauptstraße in Neugersdorf zählten die Polizisten am Montagabend 33 Personen, die unangemeldet eine dreiviertel Stunde gegen die Corona-Politik demonstrierten - sieben weniger als eine Woche zuvor. Sie kamen mit elf Fahnen des Deutschen Reiches, vier von der Oberlausitz, drei von Sachsen. Auch eine Friedens- und eine QAnon-Fahne waren zu sehen. Die Beamten fertigten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

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