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Corona: Neue Rekordzahl bei Blumenuhr-Demo

Die Polizei hat am Montagabend rund 150 Teilnehmer in Zittau gezählt. Es war eine von drei Versammlungen im südlichen Landkreis Görlitz.

Die Blumenuhr in Zittau: Seit Monaten Anlaufpunkt für Kritiker der Corona-Maßnahmen
Die Blumenuhr in Zittau: Seit Monaten Anlaufpunkt für Kritiker der Corona-Maßnahmen © Matthias Weber/photoweber.de (Archiv)

Die wöchentliche Demo gegen die Corona-Maßnahmen an der Zittauer Blumenuhr hat einen Rekord-Zulauf zu verzeichnen. Die Polizei zählte am Montagabend rund 150 Teilnehmer. Das sind 20 mehr als bei der Versammlung vor 14 Tagen, die bisher die höchste Beteiligung aufwies.

Anmelder und Unternehmer Burkhard Scholz aus Mittelherwigsdorf begann als Redner mit der wirtschaftlichen Lage seit 2019. Nach seinen Recherchen seien Bruttoinlandsprodukt, Fluggastzahlen, Umsätze und Konsumausgaben zurückgegangen, nur der Online-Handel lege zu. Es gäbe diverse Hinweise, dass es dieses Jahr viel schlimmer werden würde, sagte er zu den Anwesenden und hoffte, dass es nicht zu negative Auswirkungen "auf uns" habe. Positiv anzumerken: Die Zahl der Verkehrstoten sei weniger geworden - es sei eben auch keiner auf der Straße gewesen.

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Als weitere Redner sprachen Harry Fröhlich aus Mittelherwigsdorf, der eine Presseschau der vergangenen Woche gab, Theologe Gert Zenker aus Schlegel, der die Veranstaltung musikalisch begleitete, und Ex-Hochschulrektor Peter Dierich aus Zittau, der statistische Auswertungen zu Corona vornahm. Diese erhielten auch die Anwesenden als Handzettel. Als sichtbares Kundgebungsmittel diente ein Schild, auf dem stand: "Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf!". Die Polizei bat die Anwesenden darum, Abstände einzuhalten. Verstöße konnte sie keine feststellen. Am Ende der rund halbstündigen Veranstaltung sangen die Teilnehmer das Lied "Die Gedanken sind frei".

Parallel zu der Versammlung lief eine angemeldete Veranstaltung auf dem Markt der "Freunde von Pegida". Dabei kamen etwa 30 Teilnehmer zusammen. Sie hatten drei Deutschlandfahnen dabei und je eine von Sachsen, Pegida und der Identitären Bewegung. Gemeinsam zogen sie durch die Innenstadt, vom Markt über die Bautzner Straße und den Haberkornplatz, Theaterring und Klosterstraße zurück zum Ausgangsort. Es gab auch hier mehrere Redebeiträge und keine Verstöße, wie die Polizei mitteilt.

Bei der wöchentlich unangemeldeten Demo an der Hauptstraße in Neugersdorf standen am Montagabend 35 Menschen, um gegen die Corona-Politik zu demonstrieren - ähnlich viele wie vor einer Woche. Dabei stellten sie sich auf dem Fußweg auf und zeigten fünf Reichs-, drei Schlesien- und zwei Sachsenfahnen. Die Beamten fertigten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

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